Der Hersteller Wingship zeigt auf einer Grafik die Vorteile des Flugbootes.

Ein Boot, das fliegt

Nicht alles, was aussieht wie ein Flugzeug, ist es auch. Ein neues Fortbewegungsmittel in Südkorea zum Beispiel.

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Es sieht aus wie ein Flugzeug, aber legt im Hafen an: In Korea wird bald das erste kommerziell genutzte Flugboot seinen Dienst antreten. Die Kreuzung aus Flugzeug und Schiff soll das südkoreanische Festland mit verschiedenen Inseln verbinden. Die erste Strecke, auf der Passagiere in dem so genannten Wing-in-Ground-Vehikel (WIG) reisen können, verbindet die Stadt Gunsan mit der Insel Jeju.

Mit 180 Kilometern in der Stunde bringt das Flugboot sie dann von einem Ort zum anderen - und das im Tiefflug nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Durch den hohen Luftdruck, der zwischen den Flügeln mit 27 Metern Spannweite und der Wasseroberfläche entsteht, so der Hersteller Wingship, eine spezielle Aerodynamik. Ein Vorteil der geringen Flughöhe: diese Art der Fortbewegung soll - zumindest im Vergleich zur Schifffahrt - besonders sicher sein.

Schnelle Notlandung möglich

Durch die geringe Höhe könne man im Notfall schnell und sicher wieder auf der Wasseroberfläche landen. Außerdem sei durch die besondere Bauart eine gute Stabilität gewährleistet, die einen Flug mit wenig Turbulenzen garantiere. Gegenüber Schiffen soll das WIG den Vorteil haben, dass es auch bei windigem Wetter ohne Probleme funktioniert, starker Wellengang ist kein Problem.

Auch wirtschaftlich soll sich das neue Transportmittel lohnen: Es sei durch die Aerodynamik besonders Benzinsparend. Außerdem muss man für die neuen Strecken keine neue Infrastruktur wie etwa Flughäfen schaffen. Und: Es gilt als Marinegefährt. Eine Pilotenausbildung ist also nicht nötig, Kapitäne können durch eine einfache Fortbildung die Lizenz für das Flugboot erwerben.

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