Einer der Airbus A330 der Royal Air Force: Bald mit VIP-Bereich?

Ein Airbus für Cameron

Airbus ärgert sich, dass Grossbritanniens Premierminister mit einer Boeing reiste. Und bietet ihm nun ein Tankflugzeug.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Regierung Gorsbritanniens besitzt kein eigenes Flugzeug. Und darum werden jeweils Flugzeuge gechartert, wenn der Premier oder andere hochrangige Minister auf offizieller Mission sind. Die letzte Reise machte Ministerpräsident David Cameron in einer Boeing B747 der angolanischen Sonair. Das führte gleich zu doppelter Kritik. Zum einen wurde kritisiert, dass Sonair eine Tochter des intransparenten angolanischen Ölkonzerns Sonangol ist. Zum anderen wurde moniert, dass der Regierungschef in einem amerikanischen Flugzeug reiste - immerhin ist Großbritannien ja auch Teil von Europa und damit zumindest gedanklich Teilhaber des EADS-Konzerns.

Abhilfe sollen nun die Betankungsflugzeuge schaffen. Das Angebot kommt von Robin Southwell, Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS in Großbritannien. Sein Vorschlag ist, dass die Regierung mit Airbus-Tankflugzeugen der Royal Air Force RAF reist, wenn diese nicht gerade für Missionen unterwegs sind. Der Gedanke dahinter: der Premierminister fliegt in einem Airbus und nicht wie beim Flug mit Sonair nach Indonesien in einer Boeing. Besonders pikant war an jenem Flug, dass die Reise mit dem Jumbo unter anderem das Ziel hatte, für 2,5 Milliarden Dollar neue Airbus zu verkaufen. «Wenn du jemanden einen neuen Aston Martin verkaufen willst, dabei das Produkt als das Beste lobst, um dann anschließend in einem gebrauchten Jaguar davonzufahren – nun ja, es wäre vermutlich klüger, selbst einen Aston Martin zu fahren», sagte Southwell gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

«Alle Optionen prüfen»

Um solche Auftritte in Zukunft zu vermeiden, soll die britische Regierung auf Reisen eines der 14 Tankflugzeuge der RAF benutzen. Betrieben werden diese von Air Tanker, einem Konsortium rund um EADS im Auftrag der britischen Luftwaffe. Eingesetzt werden modifizierte Airbus A330-200. Da diese keine Zusatztanks in der Kabine haben sondern nur in den Tragflächen, setzt das Militär diese Maschinen bereits heute für den Truppen- und Krankentransport ein. Mit geringen Modifikationen wäre auch eine VIP-Ausführung möglich. «Das wäre nicht teurer als die bisherigen Reisemittel», gibt sich Southwell überzeugt. An Downing Street 10 klingt es zurückhaltender. Eine Regierungssprecherin sagt lediglich, dass jeweils alle Reiseoptionen, zivil wie militärisch in Betracht gezogen werden. «Wenn das Flugzeug unseren Bedürfnissen entspricht und verfügbar ist, werden wir diese Option prüfen.»

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier