Lufthansa selbst kommt ab Juli schrittweise zurück. Erst mit zwei täglichen Flügen ab Frankfurt und im August kommen dann auch Flüge ab München hinzu. Air Europa verbindet Madrid und Tel Aviv wieder seit dem 29. Juni.
US-Armee besetzt fast alle Abstellpositionen
Anders ist es bei US-Fluggesellschaften. Delta Air Lines will erst ab September wieder nach Israel fliegen. British Airways plant sogar erst im Oktober wieder Flüge anzubieten und damit erst nach der Sommerreisewelle, die kurz bevor steht. Die Verantwortlichen rechnen mit rund 100.000 Passagieren pro Tag, die der Flughafen bewältigen muss. Das Problem: Dem Flughafen fehlt der Platz, weil die US Armee Ben Gurion als Basis für ihre Tank und Frachterflotte nutzt.
Derzeit sollen noch über 70 Boeing KC-135 oder C-17-Globemaster in Tel Aviv stehen. Der Flughafen hat nur knapp 100 zivile Abstellplätze, die von den USA belegt werden. Die israelische Seite kämpft schon länger darum, dass die USA ihre Tankerflotte verlegen. Israels Verkehrsministerin Miri Regev hat sogar Ministerpräsident Benjamin Netanyahu aufgefordert, sich darum zu kümmern, dass ein Teil der stationierten US-Tankflugzeuge verlegt wird.
US-Flugzeuge bekommen ein Rückkehrrecht
Offenbar mit Erfolg, wie die Zeitung Times of Israel berichtet. Demnach hat die israelische Regierung eine Einigung mit dem US-Militär erzielt, die einen schnellen Abzug der Flugzeuge vom Flughafen Ben Gurion garantiert. Laut der Nachrichtenseite Ynet, sind bereits 15 Flugzeuge auf Stützpunkte der israelischen Luftwaffe verlegt worden. 30 weitere sollen bis Dienstag (30.06.) folgen.
Nochmal 20 Flugzeuge sollen dann zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Allerdings haben die Amerikaner sich ein Rückkehrrecht erwirkt. Sollte es zu einer neuen Eskalation kommen, können die USA die Flugzeuge innerhalb von 72 Stunden wieder an den Flughafen verlegen.
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