Die Folgen für andere waren indes riesig. Heimatairline Luxair musste 44 Flüge annullieren oder umleiten. Die Bergung der An-2 führte dazu, dass der Betrieb faktisch zum Erliegen kam, da der Flughafen Luxemburg nur eine Start- und Landebahn besitzt. Bereits im vergangenen November war es nach einer Landung einer Diamond DA42 ohne Fahrwerk zu einem stundenlangen Start- und Landungsstopp gekommen.
«In langfristigen Plänen nicht mehr vorgesehen»
Nun fordert Luxair Maßnahmen, dass sich solche Vorfälle nicht mehr wiederholen. Der An-2-Zwischenfall habe insgesamt zu 50-Stunden-Verspätung geführt und Kosten von 200.000 Euro verursacht, so die Nationalairline des Großherzogtums gegenüber der Zeitung Luxemburger Wort. Das Nebeneinander von kommerziellem Verkehr und privater Luftfahrt an einem stark ausgelasteten Flughafen wie Luxemburg-Findel stelle eine Herausforderung dar, so Luxair.
Deutlicher wird Flughafenchef Alexander Flassak. Die Privatfliegerei habe habe eine große Tradition und müsse «natürlich erhalten» bleiben, sagte er gegenüber dem TV-Sender RTL Lëtzebuerg. «In den langfristigen Plänen ist sie jedoch in Findel nicht mehr vorgesehen, da die Koexistenz immer schwieriger wird». Er hofft, dass die Sportpilotinnen - und -piloten einen anderen Standort in Luxemburg finden werden.
Verband wehrt sich gegen Verbannung aus Luxemburg
Bei der Diskussion gehr es nicht darum, die gewerbliche Luftfahrt gegen die allgemeine Luftfahrt auszuspielen, sondern darum, ein «ausgewogenes und kohärentes Luftfahrt-Ökosystem aufrechtzuerhalten», sagt dagegen die Fédération Aéronautique Luxembourgeoise. Die Privat- und Sportfliegerei leiste «einen wesentlichen Beitrag zur Pilotenausbildung in Luxemburg. Sie trägt zur Erhaltung von Fachkompetenzen bei und ist daher ein wichtiger Bestandteil des luxemburgischen Luftfahrtsektors» so der Verband.
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