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Neue Studie

Fliegen wird sauberer – aber unbequemer

Die Fluggesellschaften verbrauchen immer weniger Treibstoff pro Passagier. Doch was Erfolgsrechnung und Umwelt gut tut, das hat einen Preis.

Airbus

Airbus A320 Neo: Auch neuere Flieger halfen bei der Verbesserung.

Airlines machen momentan vor allem eines: Sparen, sparen, sparen. Das schaffen sie zum Einen dank neuen Flugzeugtypen. Die modernere Technik hilft, Treibstoff zu sparen. Sie tun es aber auch, indem sie mehr Passagiere pro Flugzeug transportieren. Von im Schnitt 148 Passagieren pro Airbus A320 auf einem US-Inlandsflug im Jahr 2010 steigerte sich der Wert bis 2014 auf 153 Reisende.

Was nach wenig klingt, wirkt sich direkt auf die Ergebnisse aus. Die Profitabilität der amerikanischen Anbieter stieg in den vergangenen Jahren stetig an, schreibt der International Council on Clean Transportation. Der Trend, so die Autoren, dürfte weitergehen. In den kommenden 20 Jahren erwarten sie für Kurz- und Mittelstreckenflieger ein Plus bei den Passagieren pro Maschine von nochmals 10.

Korrelation zwischen Effizienz und Profitabilität

Das wirkt sich auch auf die Umwelt aus. Die Effizienz beim Treibstoffverbrauch pro Passagierkilometer hat sich seit 2011 um rund 2 Prozent pro Jahr verbessert – entsprechend geringer sind auch die Emissionen. Der Luftverkehr ist für 11 Prozent der Treibhausgase im US-Transportsektor verantwortlich. Auch kleine Verbesserungen können daher viel ausmachen.

Doch das Ganze hat einen Haken.  «Die Kosten dafür sind unbequemere Flüge für die Passagiere», schreiben die Autoren des Council on Clean Transportation. Kein Wunder sind es denn mehrheitlich Billigairlines, die auf der Liste der treibstoffeffizientesten US-Airlines vorne liegen: Alaska Airlines, Frontier, Spirit, Southwest und United.

 



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