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Eurowings fehlen kleine Flugzeuge – Linz kämpft um Düsseldorf-Strecke

Im vergangenen Jahr wurden am Flughafen Linz 207.766 Reisende abgefertigt. Damit verdreifachte sich das Fluggastaufkommen im Vergleich zum Jahr 2021, liegt aber weiterhin unter dem des Vor-Corona-Jahres 2019.

Im Linienverkehr wurden 80.428 Passagierinnen und Passagiere abgefertigt. Bei den Urlaubsflügen zählte der Flughafen 125.419 Reisende. Im Ausweichverkehr waren es 1919 Fluggäste.

«Das erste Quartal des vergangenen Jahres war immer noch von der Covid-19-Pandemie geprägt», so Airport-Geschäftsführer Norbert Draskovits. «Mit Beginn des zweiten Quartals ist die Nachfrage insbesondere nach Urlaubsflügen spürbar angesprungen.» Der Charterreiseverkehr habe sich sogar deutlich besser entwickelt als erwartet. «Im Linienverkehr blicken wir auf ein durchwachsenes Jahr zurück. Die Nachfrage in diesem Segment hat sich ebenfalls schrittweise erholt, wurde dann aber durch die Abfertigungsprobleme an den großen Drehkreuzflughäfen wieder eingebremst.»

Für das laufende Jahr rechnet der Flughafen mit einem weiteren Wachstum. Die Reiseveranstalter bieten in Kooperation mit Corendon Airlines und European Air Charter 21
wöchentliche Urlaubsflüge an. Zudem haben auch die oberösterreichischen Reiseveranstalter wieder Kurz- und Städtereisen ab Linz in das Programm aufgenommen.

«Eurowings betreibt keine kleineren Fluggeräte»

European Air Charter wird wieder ein Flugzeug in Linz stationieren. Die Fluggesellschaft wird an Stelle der bisher eingesetzten MD82 (164 Sitzplätze) einen Airbus A320 (180 Sitzplätze) in Linz betreiben. Die wöchentlichen Verbindungen nach Antalya werden von zwei auf vier Frequenzen verdoppelt. Eine dieser zusätzlichen Frequenzen wird von Anex Tour im Vollcharter mit der Fluggesellschaft Mavi Gök durchgeführt. Neu im Programm ist Kefalonia, das von Rhomberg Reisen in Zusammenarbeit mit Avantiair angeflogen wird.

Im Linienflugverkehr erwartet der Flughafen, dass sich die Nachfrage auf der Frankfurt-Verbindung weiter erholen wird. Aktuell zeichnet sich allerdings ab, dass Eurowings die Düsseldorf-Verbindung im Sommerflugplan nicht weiterführen kann. «Das bisher eingesetzte Flugzeug ist mit 150 Sitzplätzen zu groß und Eurowings betreibt keine kleineren Fluggeräte in ihrer Flotte», so der Airport. «Der Flughafen führt intensive Gespräche mit der Lufthansa-Gruppe, um die Düsseldorf-Verbindung auf ein kleineres Fluggerät umzustellen und die Destination so rasch wie möglich wieder anzubinden». Bis dahin bleibe Düsseldorf via Frankfurt angebunden.

Bei der Luftfracht erzielte der Airport Linz 2022 mit 55.429 Tonnen sein zweitbestes Jahresergebnis. Dem Flughafen gelang es unter anderem, die neue Frachtflugverbindung Madrid – Linz und damit Amazon Air als neue Kundin zu gewinnen.