Skytrax-Awards: Etihad schnitt nie schlecht ab.

Kritik am BewertungssystemEtihad streitet mit Skytrax

Die Golfairline möchte nichts mehr mit dem Bewertungsportal Skytrax zu tun haben. Doch so einfach entkommt Etihad Airways den World Airline Awards nicht.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich kann Etihad Airways sich nicht beklagen. Die Fluglinie aus Abu Dhabi ist laut den World Airline Awards von Skytrax die siebtbeste Airline der Welt. Das ist das Ergebnis von rund 18 Millionen Passagierbefragungen in aller Welt. Erstplatzierter im jüngsten Ranking: Etihad-Konkurrent Emirates. Ob das Etihad nicht gepasst hat? Die Fluggesellschaft ist nämlich neuerdings alles andere als gut auf Skytrax zu sprechen.

In einem offenen Brief an das Bewertungsportal erklärte Etihad, man wolle nichts mehr mit Skytrax zu tun haben. Das betrifft nicht nur die World Airline Awards, sondern auch die Bewertungsseite, auf der Kunden im Internet je nach Zufriedenheit Sterne vergeben können sowie das «Audit», bei dem Skytrax gemeinsam mit den Fluglinien die Produkte analysiert und Verbesserungsvorschläge anbringt. Das hat ebenfalls Einfluss auf die Bewertung mit einem bis fünf Sternen.

Mangelnde Transparenz bei Skytrax

Der Entscheid sei gefallen, nachdem man die Bewertungskriterien und das Vorgehen bei den Analysen von Skytrax unter die Lupe genommen hat, so Etihad in der Mitteilung. Die Fluggesellschaft prangert mangelnde Transparenz an. Man erfahre gar nicht wirklich, welche Kriterien bewertet würden, auch die Methodologie sei fragwürdig. So könne es etwa sein, dass Skytrax von bestimmten Airlines Geld erhalte und diese im Gegenzug besser bewerte.

Skytrax zeigte sich von Etihads Kritik unbeeindruckt. Das Audit werde man dann wohl einstellen müssen, heißt es in einer Mitteilung. «Von den World Airline Awards kann sich eine Airline aber gar nicht zurückziehen», so das Bewertungsunternehmen weiter. Denn: «Nur die Passagiere entscheiden hier, wer gewinnt und wer nicht.»

Hintergedanken von Etihad?

Die Vorwürfe, dass man von Fluggesellschaften Geld für gute Bewertungen erhalte, wies Skytrax vehement zurück. «Wir gehen davon aus, dass irgendwelche Hintergedanken bei Etihads Entscheidung eine Rolle spielen», lässt sich Skytrax-Chef Edward Plaisted zitieren. Da man mit sämtlichen Fluglinien Vertraulichkeitsvereinbarungen habe, könne man die Sache aber nicht weiter kommentieren.

So ganz angekommen scheint die Information über das Skytrax-Boykott bei Etihad noch nicht zu sein. Auf der Internetseite kann man noch Fotos finden, auf denen Etihad-Vertreter stolz einen World Airline Award entgegennehmen. Im Informationsbereich prahlt die Fluglinie außerdem damit, dass ihr Erste-Klasse-Produkt schon mehrfach die Skytrax-Preise gewann.

Mehr zum Thema

5. Platz: Qantas. Die australische Airline schafft es in die Top fünf.

Die beliebtesten Airlines

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin