Egypt-Air-AbsturzEs gab Rauch an Bord von Flug MS804

Kurz vor dem Verschwinden des Airbus A320 von Egypt Air gab es offenbar Rauch an Bord und ein Versagen diverser Systeme. Das zeigen Daten, die der Jet an Bodenstationen gesandt hat.

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Am Flughafen Paris Charles de Gaulle wurden am Freitag (20. Mai) alle Mitarbeitenden befragt, die etwas mit dem abgestürzten Airbus A320 von Egypt Air zu tun hatten. Techniker, Gepäckabfertiger, Reinigungspersonal - alle werden unter die Lupe genommen. Denn die Behörden schließen noch immer nichts als Absturzursache aus. Terror steht auf ihrer Liste weiterhin weit oben.

Am Freitagabend wurde bekannt, dass es kurz vor dem Verschwinden von Flug MS804 wohl Rauch an Bord gegen hat. Über das Datenfunksystem Acars (Aircraft Communications Addressing and Reporting System) wurden diverse Warnmeldungen abgesondert, wie CNN unter Bezugnahme auf ägyptische Ermittlerkreise berichtet. Die Bodenstationen zeichneten gemäß dem Fachportal Aviation Herald in einer Zeitspanne von drei Minuten folgendes auf:

00:26Z 3044 ANTI ICE R WINDOW

00:26Z 561200 R SLIDING WINDOW SENSOR

00:26Z 2600 SMOKE LAVATORY SMOKE

00:27Z 2600 AVIONICS SMOKE

00:28Z 561100 R FIXED WINDOW SENSOR

00:29Z 2200 AUTO FLT FCU 2 FAULT

00:29Z 2700 F/CTL SEC 3 FAULT

Fehler beim Bordcomputer

Es deutet also einiges darauf hin, dass es einen Brand in der Nähe des Cockpits des A320 von Egypt Air gegeben hat. Rauch wurde auf den Toiletten und in der Avionik (das System der elektronischen Systeme an Bord) festgestellt. Zugleich wurden Fehler beim Bordcomputer (FCU) und der Steuerung der Störklappen (SEC3) gemeldet sowie bei Cockpitfenstern.

Einen Notruf haben die Piloten von Flug MS804 aber nicht abgegeben. Das deutet darauf hin, dass der mögliche Brand sehr heftig gewesen und sehr plötzlich aufgetreten sein muss. Kurz vor dem Verschwinden vom Radar hatte sich das Flugzeug zunächst 90 Grad nach rechts und dann 360 Grad nach links gedreht. In dieser Zeit verlor es 27.000 Fuß oder 8200 Meter an Höhe. Dann brach der Kontakt ab.

Ereignis im Cockpit

Ein britischer Experte hatte zuvor bereits gemutmaßt, dass etwas im Cockpit nicht gestimmt haben muss. Er hatte auf einen Kampf getippt, aber nun scheint es eher eine Explosion gewesen zu sein. Noch ist das indes offen, weil die Blackboxes noch nicht gefunden wurden. Erst sie werden abschließend Licht ins Dunkel bringen können. Tatsache scheint aber zu sein, dass die Piloten wegen eines plötzlichen und heftigen Ereignisses die Herrschaft über ihr Flugzeug verloren haben.

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