C-Series in der Luft: Das Publikum jubelte begeistert.

Bombardier: C-Series sicher gelandet

Mit neuneinhalb Monaten Verspätung hob der neue Kurzstreckenflieger von Bombardier das erste Mal ab. Das Protokoll des Erstflugs der C-Series.

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Ende letzten Jahres hätte es losgehen sollen. Doch den straffen Zeitplan konnte Bombardier nicht einhalten. Drei Mal musste der kanadische Flugzeugbauer den Erstflug seines neuesten Produktes verschieben. Am Montag (16. September) war es nun aber endgültig soweit. Auf 15.30 Uhr hatte Bombardier zur großen Veranstaltung um den ersten Flug der Testmaschine FTV1 geladen. In den Wochen zuvor hatten die Ingenieure des Unternehmens die letzten Tests durchgeführt. Das Wetter war am Tag des Erstfluges günstig. Der Himmel über dem Flughafen Mirabel in Montréal war leicht bewölkt und es war rund 10 Grad warm.

Das Protokoll des Erstfluges:

15:00 Uhr: Die Mitarbeiter des C-Series-Programms, geladene Gäste, Hunderte von Fans sind zum Flughafen Mirabel in Montréal gepilgert, um den Erstflug der C-Series zu verfolgen.

15:20 Uhr: Im Cockpit des FTV1 werden Kapitän Chuck Ellis, Kopilot Andy Litavniks und Flugingenieur Andreas Hartono sitzen.

15:55 Uhr: Unter Jubelgeschrei hebt das Flugzeug das erste Mal ab. Leider gibt es bei Bombardier Probleme mit dem Livestream. Wer dem Flug dennoch zusehen will, kann das bei Radio Canada.

16:05 Uhr: Die Zuschauer erzählen bei Twitter von ihren Eindrücken. «Der Flieger ist leise. Absolut leise», so Luftfahrtjournalist John Ostrower.

16:11 Uhr: Hier nun ein alternativer Link zum Live-Webcast von Bombardier. «Wir sind so stolz», erklärt Michel Arcamone, Chef der Bombardier-Zivilflugzeugsparte, den Zuschauern.

16:18 Uhr: Der Start hier nochmal als Youtube-Video:

16:32 Uhr: «Ich konnte den Flieger fast gar nicht hören», kommentiert Martin Gauss, Geschäftsführer des Bombardier-Kunden Air Baltic. «Ich freue mich sehr darauf, ihn in der Flotte zu haben.» Nico Buchholz, verantwortlich für die Lufthansa-Flotte und Bob Deluce von Porter Airlines sind auch dabei.

16:39 Uhr: Der Flug soll eineinhalb bis zwei Stunden dauern.

16:50 Uhr: Alle Beobachter sind völlig überrascht von dem Geräusch-Niveau. Mit verantwortlich für den leisen Start sind die Triebwerke, die den Jet antreiben: Pratt & Whitney PW1500 wählte Bombardier für den Flieger aus.

16:52 Uhr: Kosten des C-Series-Programms bis zum heutigen Tag: Ungefähr 3,5 Milliarden Dollar.

17:08 Uhr: Während des Fluges informiert Bombardier über die verschiedenen Eigenschaften, die den Jet auszeichnen. Die Tragflächen etwa sind so gestaltet, dass durch ihr geschwungenes Design weniger Reibung entsteht und so Treibstoff gespart wird.

17:59 Uhr: In der nächsten halben Stunde dürfte der Flug landen, heißt es von Bombardier.

18:06 Uhr: Laut den Moderatoren folgt in Kürze ein Fly-By, bei dem der Jet niedrig an den Zuschauern vorbei fliegt.

18:23 Uhr: Die C-Series ist gelandet. Die Menge ist begeistert.

18:24 Uhr: Der Flug dauerte länger als angenommen. Ein gutes Zeichen, so Experten.

18:40 Uhr: Die Piloten haben ihre Helme abgesetzt. Damit ist der Erstflug definitiv erfolgreich beendet.

18:42 Uhr: «Wir hatten nur ein kleineres Problem», so der Chefpilot nach der Landung. Genauer wird er aber nicht. Sonst sei alles so gelaufen wie erwartet.

18:47 Uhr: Bombardier hat seine Chance genutzt. Mit dem erfolgreichen Erstflug dürften die Verzögerungen vergessen sein. Nun muss der Konzern den Rückenwind nutzen und bei den Bestellungen aufholen. Der Erfolg beim Jungfernflug wird da helfen.

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