Mit einer DH86 Express ging die Reise in Brisbane los. An Bord neben den maximal zehn Fluggästen: jede Menge Postsäcke.

Erstflug von Australien nach LondonIn 12 Tagen um die halbe Welt

Ein Flug von Australien nach Europa dauert eine gefühlte Ewigkeit. Qantas' allererster Flug von Brisbane nach London im Jahr 1935 machte 31 Stopps in 12 Tagen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Knapp 23 Stunden dauert heute die kürzeste Verbindung zwischen Australien und Europa – mit einer Zwischenlandung in Asien oder am Persischen Golf. Was den modernen Reisenden ziemlich stresst, ist nichts im Vergleich zum ersten Flug der Geschichte. 1935 flog Qantas erstmals zwischen Brisbane und London. Die 20.525 Kilometer lange Reise dauerte zwölf Tage, was für damalige Verhältnisse sensationell kurz war. Ein Schiff brauchte für die Strecke sechs Wochen.

Die Reise begann am 17. April 1935 mit einem Flug von Brisbane nach Singapur. Damals gab es keine Kabinencrew, der Kopilot teilte aber belegte Sandwiches und Getränke an die Passagiere aus. Die zehn Fluggäste saßen beengt, schließlich war die Maschine vom Typ De Havilland DH86 Express voll mit Postsäcken beladen. Allein für diesen Abschnitt benötigten die Passagiere dreieinhalb Tage.

Adeliger Gast an Bord

Die DH86 Express hatte eine Reichweite von 1200 Kilometern und legte allein in Australien drei Zwischenstopps ein. Der Ticketpreis war stattlich: 281 australische Dollar kostete der Flug – nach heutigem Kurs etwa 18.000 australische Dollar  oder umgerechnet 12.400 Euro. Mit an Bord: Lady Mountbatten auf ihrem Weg von Australien zu ihrem Mann auf Malta, einem Cousin zweiten Grades der heutigen Queen.

Angekommen in Singapur ging es weiter nach Rangun, wo die Passagiere in eine Armstrong Whitworth Atalanta wechselten, die Platz für neun Personen hatte. Die Maschine flog über das indische Jodhpur nach Karachi in Pakistan. Dort ging es weiter in einer Handley Page 42W, die immerhin 24 Passagiere befördern konnte. Über Baghdad und Kairo ging es über Kreta ins italienische Brindisi. Passagiere nach Paris konnten dort in den Zug umsteigen. Die Londoner flogen schließlich mit einer weiteren Handley Page 42 über den Ärmelkanal. Diesmal gab es sogar Stewards an Bord, die Essen servierten. Dann war der erste Flug am Ziel.

Luxus an Bord

Nur drei Jahre später führte Qantas die fliegenden Boote ein. In einem Postflugzeug, das bis zu 15 Passagiere befördern konnte ging es von Sydney nach London. Und das komfortabel: An Bord gab es so viel Platz, dass sogar Betten eingerichtet werden konnten. Die Passagiere konnten umherlaufen und rauchen. Dank einer Fluggeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde dauerte die Reise dann auch nur neun Tage.

Nach dem Zweiten Weltkrieg startete Qantas schließlich die Känguruh-Route, zunächst mit Lockheed Constellations. Die Reise dauerte dann nur noch 93 Stunden, mit vier Übernachtstopps in Singapur, Kalkutta, Karachi und Kairo. An Bord gab es Platz für 29 Passagiere – und elf Crewmitglieder. Schließlich sollten die Passagiere komfortabel reisen.

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier