Werbung für Kingfisher am Mumbai Marathon 2012: Wieder voller Hoffnung.

Neustart mit sieben Fliegern

Die indische Kingfisher Airlines bekommt frisches Geld und will schon bald wieder abheben. Doch bis dahin gibt es noch ein Problem zu lösen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die breite Öffentlichkeit fragte sich die ganze Zeit, weshalb Vijay Mallya zusieht, wie seine einst so erfolgreiche Fluggesellschaft nach und nach ins Verderben schlittert. Denn zugleich leistet er sich mit Sahara Force India ein teures Formel-1-Team. Geld für beides hätte der Lebemann nämlich genug. Mit dem seiner breit diversifizierten UB Group (alkoholische Getränke, Dünger, Generalunternehmung) verdient er trotz der Verluste von Kingfisher Airlines gutes Geld. Das Magazin Forbes schätzt sein Vermögen immer noch auf rund 800 Millionen Dollar. Seit Oktober schon stehen nun aber alle Flugzeuge am Boden, der Betrieb ruht. Das Management versuchte seither neue Investoren zu finden und die Banken zu neuen Krediten zu bewegen. Ohne Erfolg. Und nun macht Mallyas Holding plötzlich doch noch Geld locker. Über die nächsten zwölf Monate lässt sie Kingfisher Airlines 6,5 Milliarden Rupien (90 Millionen Euro/108 Millionen Franken) zukommen.

Damit ist das Management der Fluglinie zuversichtlich, bald wieder abheben zu können. Es reichte am Montag (24. Dezember) bei der Aufsichtsbehörde Directorate General of Civil Aviation DGCA seinen Erneuerungsplan ein, der Voraussetzung zur Wiedererteilung der Lizenz ist. Das Geld von Mallya soll demnach dazu dienen, innerhalb von sechs bis acht Wochen nach Lizenzerneuerung den Betrieb mit einer Flotte von zuerst fünf Airbus aus der A320-Familie und zwei ATR 72-500 wieder hochzufahren.

Ausstehende Schulden

Dabei soll es nicht bleiben. Zehn Wochen nach dem Neustart soll die Flotte schon auf zehn Airbus und 11 ATR erhöht werden. «Die 6,5 Milliarden dienen dazu, ausstehende Löhne, Kosten für die Instandstellung der Flieger nach dem Grounding und die laufenden Verluste zu decken», sagte ein Vertreter der Behörde gegenüber der Zeitung Business Standard.

Doch offenbar ist man beim Directorate General of Civil Aviation noch skeptisch. Zwar habe Kingfisher nun erklärt, wie man den Betrieb wieder starten wolle. Aber noch immer habe die Fluggesellschaft bei diversen Unternehmen hohe Schulden - vor allem Flughafenbetreibern. Diese müssten zuerst getilgt werden, so eine Quelle aus dem Directorate General of Civil Aviation. Gemäß Medienberichten verhandelt nun Mallya mit den Gläubigern über eine Lösung des letzten Hindernisses auf dem Weg zum Neustart.

Ramponiertes Image

Die Aufholjagd wird aber so oder so schwierig. Einst eine Fluggesellschaft mit hoher Qualität und erstklassigem Service, ließen zunehmende Flugausfälle das Image Schaden nehmen. Der Marktanteil schrumpfte von einst 20 Prozent schrittweise auf null.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier