Flieger von Kingfisher Airlines: Noch zehn Tage Zeit.

Jet setzt Kingfisher unter Druck

Etihad prüft den Einsteig bei der indischen Jet Airways. Das sind schlechte Nachrichten für Kingfisher. Sie droht ohne frisches Geld Landerechte zu verlieren.

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Einen Zeitrahmen könne man derzeit noch nicht nennen, schließlich sei das Ganze sehr komplex und die Diskussionen zeitaufwändig. Aber man könne offiziell bestätigen, dass man mit Etihad in Verhandlungen über eine enge Zusammenarbeit stehe. Man prüfe derzeit diverse mögliche Wege, wie sich die Fluggesellschaft aus Abu Dhabi am eigenen Unternehmen beteiligen könne, meldete Jet Airways am Donnerstag (3. Dezember). Offenbar planen die Araber in einem ersten Schritt die Übernahme eines Anteils von 24 Prozent an der indischen Airline, wie lokale Medien übereinstimmend berichten. Als Kaufpreis wird über rund 17 Milliarden Rupien (rund 240 Millionen Euro/290 Millionen Franken) spekuliert.

Das sind schlechte Nachrichten für Kingfisher Airlines. Auch sie hatte Etihad den Hof gemacht. Seit Oktober stehen ihre Flugzeuge am Boden. Das Management legte zwar am 24. Dezember der Aufsichtsbehörde Directorate General of Civil Aviation DGCA einen Plan zum Neustart mit sieben Fliegern vor. Doch die Beamten fanden den ungenügend. So war zwar das Geld für den Betrieb gesichert, aber nicht zur Tilgung bestehender Schulden. Einen potenten Investor könnte Kingfisher deshalb gut gebrauchen.

Private gehen bereits voraus

Doch es sieht nicht gut aus. Nun droht auch noch die Flughafenbetreiberin Airports Authority of India Kingfisher. Wenn das Management nicht bis zum 15. Januar einen funktionierenden Plan zum Neustart vorlege, verliere sie Landerechte. Zudem werde man die Einrichtungen wie Büros, Schalter, Flieger der Airline von den eigenen Flughäfen verbannen. Das sind landesweit immerhin 115. Gemäß dem Nachrichtenportal Livemint begannen private Flughäfen wie Delhi oder Mumbai bereits vor längerem, Landerechte an Konkurrenten von Kingfisher abzugeben.

Am heutigen Freitag (5. Januar) findet nun eine zentrale Sitzung statt. Kingfishers Management trifft sich in Bangalore mit den wichtigsten Gläubigerbanken. Die Airline willState Bank of India, Punjab National Bank,Bank of Baroda, Bank of India, IDBI Bank und United Bank of India davon überzeugen, dass der eigene Plan vernünftig ist und so von ihnen neue Kredite bekommen.

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