Flieger von United Airlines im Schneesturm: Die Airline sucht noch immer Kurzstreckenflieger.

Bombardier hofft erneutC-Series hat zweite Chance bei United

United Airlines hat sich bei einer Bestellung für Kurz- und Mittelstreckenjets für Boeing entschieden. Doch Bombardier kann weiter auf eine C-Series-Order hoffen.

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Erst gerade musste Bombardier ordentlich einstecken. Eine Großbestellung der US-Fluggesellschaft United Airlines, auf welche die Kanadier gesetzt hatten, ging an den amerikanischen Konkurrenten Boeing. 40 B737-700 bestellte United bei Boeing zur Flottenerneuerung. Seit September 2014 konnte Bombardier damit nun keine neue feste Bestellung mehr für den neuen Flieger an Land ziehen.

Noch ganz aufgeben muss Bombardier die Hoffnung aber nicht. Wie United-Finanzchef Gerry Laderman laut dem Fachportal Flightglobal erklärte, wolle man noch rund 30 weitere Kurz- und Mittelstreckenflieger mit 100 Plätzen bestellen. Dabei sei die C-Series von Bombardier auch weiterhin eine Option, so der Manager. Die Kanadier müssen dabei wohl aber preislich Zugeständnisse machen, damit sie zum Handkuss kommen. Das gilt auch für Delta. Die US-Airline ist stark am kanadischen Regionaljet interessiert – aber nur falls der Preis stimmt.

Auch Delta ist interessiert

Kurz vor Weihnachten hatte Fred Cromer, Chef von Bombardiers Zivilflugzeugsparte, einer Reihe von Delta-Vertretern die C-Series vorgeführt. Jetzt heißt es von Delta-Chef Richard Anderson: «Wir schauen uns die C-Series ernsthaft an.» Doch er macht auch deutlich, dass er den Flieger nur nimmt, wenn er einen guten Rabatt bekommt. «Zum richtigen Preis kann das Flugzeug sehr wettbewerbsfähig sein», so Anderson.

Bombardier gibt sich angesichts dieser Nachrichten optimistisch. «Wenn man mit solchen Kunden wie Delta ernsthafte Gespräche führt, dann stimmt einen das fröhlich», so Fred Cromer. Auch wenn er noch keine neue feste Bestellung verkünden wolle – das Interesse nehme zu. «Ich könnte nicht zufriedener sein mit der Situation.»

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