Flieger von China Airlines: Die Fluggesellschaft muss ihre Athen-Passagiere im Sommer auf Dritt-Airlines umbuchen.

Politischer EiertanzChina Airlines darf nicht nach Athen fliegen

Die griechische Regierung hat China Airlines eine Absage erteilt: Ihre Flugzeuge dürfen nicht in Athen landen. Das angespannte Verhältnis zwischen Taiwan und der Volksrepublik China ist wohl der Grund.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

China Airlines muss ihre geplanten Flüge nach Griechenland diesen Sommer streichen. Die griechische zivile Luftfahrtbehörde habe ihr die nötige Lizenz nicht erteilt, berichtet die griechische Tageszeitung Ekathimerini. Die taiwanesische Fluggesellschaft hatte 18 Direktflüge zwischen dem 3. Juni und dem 7. Oktober zwischen Taipeh und Athen als Charterservice geplant.

Airline-Chef Chang Yu-Hern gab gegenüber Ekathimerini an, er habe auf eine verbale Zusage der Luftfahrtbehörde hin gehandelt, die ihm versichert hatte, er würde eine temporäre Lizenz erhalten. Die Zeitung zitiert anonyme Quellen, laut denen die Luftfahrtbehörde in Athen allerdings nicht die Genehmigung des Außenministeriums erhalten habe.

Opfer eines politischen Konflikts?

China Airlines wird möglicherweise auch Opfer eines politischen Konflikts zwischen China und dem Inselstaat Taiwan, der sich als  unabhängig sieht. Von China wird er jedoch als Territorium betrachtet. Entsprechend könnte eine Landeerlaubnis als indirekte Anerkennung Taiwans seitens der griechischen Behörden interpretiert werden.

Beide Staaten hatten sich in jüngster Zeit eigentlich etwas angenähert. 2015 fand erstmals seit siebzig Jahren sogar ein Gipfeltreffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem taiwanesischen Präsidenten Ma Ying-Yeou statt. Andere europäische Länder, darunter Großbritannien, Deutschland, Frankreich und die Niederlande, haben der China Airlines dagegen Landeerlaubnisse erteilt. Die Fluglinie hat sogar einen Codeshare-Vertrag mit KLM und anderen Fluggesellschaften.

Passagiere auf andere Airlines umgebucht

Schon seit März hatte China Airlines mit sechs Reisebüros – Lion Travel, Cola Tour, Artisan Tour, South East Travel Service, Phoenix Tours und Mi Travel – kooperiert, um ihre 18 Flüge nach Athen zu vermarkten. Jetzt muss die Fluglinie zurück krebsen. Sie wird ihre bereits gebuchten Athen-Passagiere auf andere Fluggesellschaften umbuchen. China Airlines ist die größte Fluglinie Taiwans, die wöchentlich von Taiyuan International Airport mehr als 1300 Flüge zu 95 Zielen in der Welt sendet.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg