Die D-AICD am Airport Düsseldorf: Im Juni 2023 aus einem startenden Flieger fotografiert.

D-AICDDer mysteriöse Ex-Condor-A320 von Düsseldorf

Am Flughafen Düsseldorf steht seit Anfang 2022 ein Airbus A320, der zuvor für Condor flog. Das kostet mehr als 37.000 Euro pro Jahr. Die Frage ist nur: Wen?

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wer als Fluggast ab Düsseldorf von Piste 23R startet und einen Fensterplatz auf der rechten Seite des Flugzeuges hat, sieht ihn gut. Am westlichen Ende des Airports steht, nahe den Solaranlagen, ein Airbus A320-200 in den Farben von Condor. Das Kennzeichen: D-AICD.

Das Flugzeug trägt die Seriennummer 884 und wurde im Herbst 1999 an die damalige Tochterfirma Condor Berlin ausgeliefert. Später wechselte der A320 zur Muttergesellschaft und wurde von 174 auf 180 Sitze aufgestockt. 2018/2019 vermietete Condor den Jet für einige Monate an die kanadische Fluglinie Air Transat. Im Januar 2022 nahm die deutsche Airline die D-AICD schließlich außer Betrieb und stellte sie am Flughafen Düsseldorf ab.

Mehr als 37.000 Euro pro Jahr

Ein Foto aus dem Juli 2022 zeigt, dass der Condor-Schriftzug und das Logo der Airline übermalt und die Triebwerke entfernt wurden. Doch was wird aus dem Flugzeug?

Foto der Maschine aus dem Juli 2022. Bild: Bernd Oberschelp

Laut der Entgeltordnung des Flughafens Düsseldorf fällt für einen A320 pro 24 Stunden ein Abstellengelt von 102,30 Euro an. Pro Jahr summiert sich das auf mehr als 37.000 Euro - und im Januar 2024 wird die D-AICD ihr zweijähriges Abstelljubiläum in Düsseldorf feiern.

Condor: «Wie geplant ausgeflottet»

Eine Condor-Sprecherin erklärt: «Das ehemalige Condor-Flugzeug D-AICD befindet sich bereits seit August 2022 nicht mehr auf dem Condor-AOC.» Die Abkürzung AOC steht für Air Operator Certificate, auf Deutsch Luftverkehrsbetreiberzeugnis.«Daher können wir an dieser Stelle keine weiteren Informationen zu dem Flugzeug geben, es wurde im Rahmen der Flottenmodernisierung wie geplant ausgeflottet», so die Sprecherin.

Der Airbus A320 Ende September 2023. Bild: aeroTELEGRAPH

Condor hat das Flugzeug also verkauft. Aber an wen? Dazu äußert sich der Ferienflieger nicht. Und auch der Flughafen Düsseldorf will sich zu dem mittlerweile 25 Jahre alten Jet und den anfallenden Abstellgebühren nicht äußern.

Die Karte zeigt, wo die D-AICD am Flughafen Düsseldorf steht:

Mehr zum Thema

Der gestrandete A320 von Aeroflot in München: Bleibt vorerst weiter vor Ort.

Aeroflot und Russland wurden vom Münchener A320 getilgt

Zwei Abwrack-A330 am Flughafen München: Die Flugzeuge werden vor Ort zerlegt.

Abwrack-Airbus-A330 von München gehören Lufthansa Technik

Pradeep Pinakatt (l.) und Lars Redeligx: Führen den Flughafen Düsseldorf.

«Uns fehlen in Düsseldorf im Vergleich zu früher eine Flybe, eine Easyjet oder eine Ryanair»

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack