Germanwings-Flug 4U9525Weshalb Jets eine Axt mitführen

Der Flugkapitän von Flug 4U9525 soll mit einer Axt versucht haben, wieder ins Cockpit zu gelangen. Das Werkzeug gibt es tatsächlich in jedem Flugzeug.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Manchmal können sich eigentlich vernünftige Sicherheitsmaßnahmen auch negativ auswirken. Das zeigt sich im Fall des Absturzes des Airbus A320 von Germanwings. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde in Flugzeugen die Tür zum Cockpit massiv verstärkt. Gemäß den Vorschriften der Europäischen Agentur für Flugsicherheit Easa muss sie Faustfeuerwaffen genauso widerstehen wie Granaten oder gewaltsamen Einbruchversuchen. Dadurch sollten Terroristen vom Steuer ferngehalten werden.

Wie man spätestens seit vergangenem Dienstag weiß, kann die Sicherheitstür auch ausgeschlossene Piloten fernhalten. Der Kopilot von Flug 4U9525 hatte die Tür von innen verriegelt. Der Flugkapitän versuchte zwar gewaltsam ins Cockpit zurückzukommen, hatte dabei aber keinen Erfolg, wie die Aufzeichnungen des Stimmenrekorders belegen. Zuerst hieß es, er habe bei seinem Versuch eine Axt verwendet. Die gibt es tatsächlich an Bord von Flugzeugen.

Einige Flugzeuge führen mitunter eine zweite Axt mit

Jedes Flugzeug mit mehr als neun Sitzplätzen muss nach den Vorschriften der Easa zum Flugbetrieb (siehe Download unten) eine Axt mit sich führen. Crash axe ist der Fachbegriff für das Werkzeug. Es besteht aus speziell starken Legierungen und ist gegen Stromschlag isoliert. Die Axt muss im Cockpit aufbewahrt werden. In einem Airbus A320 befindet sich eine in einer Konsole hinter dem rechten Sitz (siehe Video).

Flugzeuge mit mehr als 200 Plätzen müssen zwingend eine zweite Axt mitführen, die bei den hintersten Küchen aufgehängt ist. A320 haben oft auch zwei dabei. Statt einer Axt tut es gemäß Easa auch ein Brecheisen. In den USA sind Äxte bei Fliegern mit Platz für 19 Passagiere und mehr vorgeschrieben. Gemäß der amerikanischen Behörde Federal Aviation Authority FAA muss das Werkzeug für Passagiere unerreichbar sein. Wo sie aufbewahrt wird, ist egal.

Dazu da um an Brandherde zu kommen

Ursprünglich waren die Äxte dafür gedacht, bei einem Absturz schnell aus dem Cockpit zu kommen oder auch um bei der Evakuierung zu helfen. Dies kommt noch aus der Zeit, als Holz und simples Metall beim Flugzeugbau verwendet wurde. Heute ist das kaum mehr Grund. Vielmehr geht es darum an Brandherde zu kommen, die hinter einer Abdeckung im Cockpit oder der Kabine entstehen können.

Mehr zum Thema

Airbus A319 Germanwings: Nun ist die Fluglinie definitiv Geschichte.

Jetzt ist auch die rechtliche Hülle weg: Lufthansa Group begräbt Germanwings endgültig

Eine Boeing 747 der Corsair am Flughafen Schönefeld.

Schönefeld - vom DDR- zum Billigflieger-Flughafen

Eurowings entstand am 1. Februar 1993 aus der Fusion von Nürnberger Flugdienst NFD und Reise- und Industrieflug RFG.

500 Mark, Flamingos und Flüge für KLM - wie Eurowings zu Lufthansa fand

CRJ 900 von Lufthansa Cityline: Ein Flieger wie dieser war aktuell betroffen.

Lufthansa macht bei Cityline 2 vorwärts

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil