Dassault Falcon 7X der Republik Kongo: In Bordeaux in Ketten gelegt.

Dassault Falcon 7XEx-Präsidentenjet der Republik Kongo für Spottpreis versteigert

Auf dem Markt wäre er für rund 20 Millionen verkauft worden, bei einer Auktion brachte der Ex-Regierungsflieger der Republik Kongo nur 7 Millionen Euro ein. Schuld daran sind Drohungen der Regierung.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Nach 20 Sekunden war die Auktion vorbei. Wie der Sender France 3 berichtet, wurde so schnell der Präsidentenjet der Republik Kongo in Bordeaux versteigert. Und er war ein ziemliches Schnäppchen. Der anonyme Bieter ergatterte die Dassault Falcon 7X, die am Markt rund 20 Millionen Euro wert ist, für 7,1 Millionen Euro.

Das Flugzeug, das nur 1181 Flugstunden absolviert auf dem Buckel hat, stand seit dem 8. Juni 2020 auf dem Flugplatz Bordeaux-Mérignac. Grund war eine Pfändung durch den Gerichtsvollzieher. Die Geschichte geht Jahrzehnte zurück, dreht sich aber um den aktuellen Machthaber.

Bei der Wartung schnappte die Falle zu

Denis Sassou Nguesso war von 1979 bis 1992 Präsident der Volksrepublik Kongo. Dann wurde er abgewählt, putschte sich 1997 jedoch wieder an die Macht. Er hält sich bis heute im Amt – trotz Vorwürfen von Veruntreuung von Staatsgeldern und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Ein französisches Gericht hat die Beschlagnahmung der Dassault Falcon 7X der Regierung durchgesetzt. Es folgte damit einem Antrag des Geschäftsmannes Mohsen Hojeij. Der erklärte, das Land schuldete ihm aus Bauarbeiten in den 80er-Jahren eine Milliarde Euro. Als die Maschine mit dem Kennzeichen TN-ELS sich 2020 in Bordeaux zur Wartung befand, schnappte die Falle zu.

Republik Kongo drohte

Dass der Jet für einen Spottpreis versteigert wurde, sei die Schuld der Republik Kongo, so der Auktionator zu France 3. «Wenn es nicht all die rechtlichen Probleme und Behinderungen seitens des derzeitigen Besitzers gäbe, hätte man einen viel höheren Preis erzielt», so Vincent Pestel-Debord.

Der Kongo habe alles getan, um die Bietenden davon abzuhalten, das Flugzeug zu erwerben, erklärt er weiter. Das sei so simpel wie gemein gewesen: Die Regierung habe alle wissen lassen, dass die kongolesische Zivilluftfahrtbehörde Anac den Jet «niemals» aus dem Register nehmen würde. «Ein Vorgehen, das gegen alle internationalen Konventionen verstößt», so der Auktionator.

«Lächerlicher Preis»

Auch Gläubiger der Republik Kongo, die bei der Auktion anwesend waren, zeigen sich gegenüber den Medien entsetzt. «Das ist ein lächerlicher Preis, wirklich absurd», so ein Vertreter der Firma Berrebi Associés, die ebenfalls noch ausstehende Verbindlichkeiten im Land hat. Neu hätte der Jet rund 60 Millionen gekostet.

Laut dem Auktionator gibt es trotz der Drohungen aus dem Kongo einen legalen Weg, das Flugzeug abzumelden. «Die neuen Eigentümer sind das Risiko eingegangen und werden, so hoffe ich, die notwendigen Schritte unternehmen, um diese neue Registrierung zu erhalten.»

Mehr zum Thema

Dassault Falcon 7X der Republik Kongo: In Bordeaux in Ketten gelegt.

Frankreich beschlagnahmt Dassault Falcon 7X

Teodoro Nguema Obiang Mangue: Sein Flugzeug wurde beschlagnahmt.

Regierungsjet in Genf beschlagnahmt

Eine Boeing 757-200 von Privatair: Sie fliegt für EC Air zwischen Brazzaville und Paris.

Schweizer Boeing 757 beschlagnahmt

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies