Marke Boeing: gerade unter Druck.

Folgen der 737-Max-AbstürzeBoeings Image auf der Rutschbahn

Das zweite Unglück einer 737 Max konnten dem Image von Boeing in den USA zuerst nichts anhaben. Das hat sich nun geändert.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Gleich nach dem Absturz der Boeing 737 Max 8 von Ethiopian Airlines war die Betroffenheit groß. Dem Ruf des Flugzeugbauers konnte das Unglück mit 157 Toten zumindest in den USA aber zunächst nichts anhaben. Das zeigt eine exklusive Analyse von Adwired für aeroTELEGRAPH. Vier Tage lang nahmen die Imagewerte im Heimatland von Boeing sogar zu, so die Auswertung des Beratungsunternehmens für Medienbeobachtung und Markenanalyse.

In den Vereinigten Staaten überragten die positiven die negativen Aussagen über den Flugzeugbauer auf Sozialen Medien und in klassischen Medien zu Beginn noch deutlich. «Die Amerikaner äußerten sich sehr positiv über Boeing und sie gaben sich zuversichtlich in Bezug auf eine sorgfältige und proaktive Aufklärung und vertrauten in die Kompetenz und Zuverlässigkeit der Marke», sagt Adwired-Partner Nik Stucky. Die positive Gesinnung gegenüber Boeing änderte also auch das zweite Unglück einer Boeing 737 Max also zuerst nicht.

USA folgen Europa

Ganz anders sah es in Europa aus. Da stürzten die Imagewerte von Boeing umgehend ab. «Da die Fakten in beiden Regionen gleichzeitig verfügbar waren, liegt die Hypothese nahe, dass die Beziehung zur Marke den sehr unterschiedlichen Verlauf der Wahrnehmung bestimmte», kommentiert Markenexperte Stucky. Oder mit anderen Worten: Auf dem Alten Kontinent wird Boeing als Airbus-Konkurrent seit jeher skeptischer betrachtet. Und dieser Effekt hat sich nach dem Crash in Äthiopien noch verstärkt.

Inzwischen haben die USA allerdings nachgezogen. Auch zwischen Los Angeles und Boston geriet Boeings Image auf die Rutschbahn. «Die Marke wird nun ebenso mit Kritik und negativen Eigenschaften assoziiert», so Stucky. Die positiven Werte haben sich zwar von ihrem Tief wieder etwas erholt. Doch auch die negativen stiegen deutlich an, so werden Attribute wie fehlerhaft, unfähig, aggressiv in den Vereinigten Staaten heute auf Sozialen Medien und in klassischen Medien deutlich öfter in Zusammenhang mit Boeing genannt als mit Airbus.

Airbus gilt in USA als unfair

Das sind beileibe nicht nur immaterielle Werte. «Marken mit einem positiven Image genießen einen Vertrauensbonus, welcher ihnen gerade in schwierigen Zeiten Gehör und Glaubwürdigkeit verschafft», so Experte Stucky. Fehle dieses Vertrauen oder sei es angeschlagen, werde es schwieriger. «Dann ist es für ein Unternehmen um ein Vielfaches schwieriger, eine Krise zu bewältigen», sagt er.

Nur in einem Punkt schneidet Airbus deutlich schlechter in den USA ab als Boeing. Die Marke wird massiv öfter mit dem Attribut unfair in Verbindung gebracht - wohl nicht zuletzt auch wegen des Subventionsstreits. Doch das aktuelle Markenimage ist nur eine Momentaufnahme - es ist so dynamisch wie ein Aktienkurs und kann auch durchs Management beeinflusst werden. Aber da hat Boeing noch viel zu tun.

Eine Milliarde Dollar Kosten

Finanziell hat Boeing inzwischen selbst eine Schätzung abgegeben, wie viel das Grounding den Hersteller kosten dürfte. Allein der Anstieg der Kosten bei der Produktion kostet Boeing rund eine Milliarde Dollar. Mögliche Kompensationszahlungen infolge der Abstürze sind da aber noch nicht mit einberechnet.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Die brennende General Dynamics F-16 in Zakynthos: Der Pilot blieb unverletzt.
Nach einem Defekt am Fahrwerk musste eine General Dynamics F-16 der griechischen Luftwaffe auf der Insel Zakynthos notlanden. Der Pilot blieb unverletzt, doch der Kampfjet fing Feuer. Der Flughafen musste geschlossen werden.
Redaktion
starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack