Produktion der Boeing 777: Der Flugzeugbauer will auch mit dem Verkauf von Ersatzteilen Geld verdienen.

Neue EinnahmemöglichkeitenBoeing will mehr mit Ersatzteilen verdienen

Der Flugzeugbauer will seine Gewinnmargen erhöhen – und steigt daher in einen neuen Geschäftsbereich ein. Den Zulieferern von Boeing gefällt das nicht.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Auch wenn ohne den Flugzeugbauer nichts geht – ein besonders großes Stück vom Marktkuchen schneiden sich die Zulieferer ab. Sie verdienen mit Ersatzteillieferungen von Sitzgurten über Bordcomputer bis hin zu Feuerlöschern über Jahre weiterhin viel Geld. Die Top-20-Firmen, was die Margen betrifft, sind laut der Beratungsfirma Deloitte allesamt Zulieferer.

Das will Boeing so nicht mehr hinnehmen. Wie die Zeitung The Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichtet, plant der amerikanische Produzent, seine Einkünfte durch den Verkauf von Ersatzteilen von 15 Milliarden Dollar im Jahr 2015 bis 2025 auf 50 Milliarden zu erhöhen. Einen Schritt in die Richtung ging Boeing Ende Februar, als das Unternehmen dem Zulieferer Spirit Aero Systems still und leise verbot, Teile zur Schubumkehrer direkt an Airlines zu verkaufen. Außerdem hat der Flugzeugbauer aufgehört, entsprechende Lizenzen für andere Zulieferer zu erneuern.

Boeing erhält Teil des Verkaufspreises

Spirit wird die Ersatzteile weiterhin herstellen. Doch der Verkauf an Fluggesellschaften wird über Boeing laufen müssen – und der Flugzeugbauer erhält dafür einen Anteil des Verkaufserlöses. Auch bei den Sitzen strebt Boeing ähnliches an. Dem Hersteller Lift versprach Boeing Vorteile bei der Ausstattung seiner Mittelstreckenjets und verlangte dafür die Rechte, die Sitze direkt an Airlines zu verkaufen, wenn diese ihre Kabine erneuern. 2017 sollen die Sessel fertig sein. Lift bestätigt bisher nur, dass Boeing wegen der Kooperation auf das Unternehmen zugekommen ist.

Die strategischen Änderungen laufen bei Boeing in einem größeren Rahmen unter dem Titel «Partnering for Success» an. Was nett klingt, ist eigentlich ein hartes Druckmittel. Boeing verlangte Preissenkungen von 15 Prozent, wenn die Firmen weiterhin Aufträge erhalten wollen.

Auch Airbus macht Druck auf Zulieferer

Boeings europäischer Konkurrent Airbus kämpft mit ähnlichen Problemen wie Boeing. Offenbar hat der Konzern den Zulieferern mitgeteilt, dass man angesichts der hohen Nachfrage die Geschäftsbeziehungen «überdenke» und sich «alle Optionen anschaue». Auch überlege sich Airbus, auf mehrere Zulieferer zu setzen. Damit wolle man die Risiken minimieren, die durch verspätete Auslieferungen entstehen können – und die Preise drücken. Airbus verlangt Reduktionen von 10 Prozent.

Mehr zum Thema

Airbus A320: Tata-SIA setzt auf den Flugzeugtyp.

Airbus verlangt deutliche Preissenkungen

Platz 5: Easyjet. Emissionen an Treibhausgasen 2014: 6 Millionen Tonnen.

Easyjet setzt auf 3-D-Druck in der Kabine

Iran-Air-Jumbo: Zu teure Ersatzteile?

Iran kritisiert Boeings Preise

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.

Airbus A350-1000 ULR glückt Australien-Debüt

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil