Produktion der Boeing 777: Der Flugzeugbauer will auch mit dem Verkauf von Ersatzteilen Geld verdienen.

Neue EinnahmemöglichkeitenBoeing will mehr mit Ersatzteilen verdienen

Der Flugzeugbauer will seine Gewinnmargen erhöhen – und steigt daher in einen neuen Geschäftsbereich ein. Den Zulieferern von Boeing gefällt das nicht.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auch wenn ohne den Flugzeugbauer nichts geht – ein besonders großes Stück vom Marktkuchen schneiden sich die Zulieferer ab. Sie verdienen mit Ersatzteillieferungen von Sitzgurten über Bordcomputer bis hin zu Feuerlöschern über Jahre weiterhin viel Geld. Die Top-20-Firmen, was die Margen betrifft, sind laut der Beratungsfirma Deloitte allesamt Zulieferer.

Das will Boeing so nicht mehr hinnehmen. Wie die Zeitung The Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichtet, plant der amerikanische Produzent, seine Einkünfte durch den Verkauf von Ersatzteilen von 15 Milliarden Dollar im Jahr 2015 bis 2025 auf 50 Milliarden zu erhöhen. Einen Schritt in die Richtung ging Boeing Ende Februar, als das Unternehmen dem Zulieferer Spirit Aero Systems still und leise verbot, Teile zur Schubumkehrer direkt an Airlines zu verkaufen. Außerdem hat der Flugzeugbauer aufgehört, entsprechende Lizenzen für andere Zulieferer zu erneuern.

Boeing erhält Teil des Verkaufspreises

Spirit wird die Ersatzteile weiterhin herstellen. Doch der Verkauf an Fluggesellschaften wird über Boeing laufen müssen – und der Flugzeugbauer erhält dafür einen Anteil des Verkaufserlöses. Auch bei den Sitzen strebt Boeing ähnliches an. Dem Hersteller Lift versprach Boeing Vorteile bei der Ausstattung seiner Mittelstreckenjets und verlangte dafür die Rechte, die Sitze direkt an Airlines zu verkaufen, wenn diese ihre Kabine erneuern. 2017 sollen die Sessel fertig sein. Lift bestätigt bisher nur, dass Boeing wegen der Kooperation auf das Unternehmen zugekommen ist.

Die strategischen Änderungen laufen bei Boeing in einem größeren Rahmen unter dem Titel «Partnering for Success» an. Was nett klingt, ist eigentlich ein hartes Druckmittel. Boeing verlangte Preissenkungen von 15 Prozent, wenn die Firmen weiterhin Aufträge erhalten wollen.

Auch Airbus macht Druck auf Zulieferer

Boeings europäischer Konkurrent Airbus kämpft mit ähnlichen Problemen wie Boeing. Offenbar hat der Konzern den Zulieferern mitgeteilt, dass man angesichts der hohen Nachfrage die Geschäftsbeziehungen «überdenke» und sich «alle Optionen anschaue». Auch überlege sich Airbus, auf mehrere Zulieferer zu setzen. Damit wolle man die Risiken minimieren, die durch verspätete Auslieferungen entstehen können – und die Preise drücken. Airbus verlangt Reduktionen von 10 Prozent.

Mehr zum Thema

Airbus A320: Tata-SIA setzt auf den Flugzeugtyp.

Airbus verlangt deutliche Preissenkungen

Platz 5: Easyjet. Emissionen an Treibhausgasen 2014: 6 Millionen Tonnen.

Easyjet setzt auf 3-D-Druck in der Kabine

Iran-Air-Jumbo: Zu teure Ersatzteile?

Iran kritisiert Boeings Preise

ticker-airbus-helicopters

Frankreich bestellt Minidrohnen-System von Airbus für Marine

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies