Dreamliner: Mehr Notlandungen?

Boeing: US-Behörde greift ein

Die US-Behörden haben sich mit Boeings neuesten Problemen auseinander gesetzt. Offenbar gab es schon einige Zwischenfälle wegen Vereisung.

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Eigentlich dachte man, schlimmer als das monatelange Grounding des Dreamliners kann es für Boeing nicht mehr kommen. Doch momentan scheint sich ein Problemberg ähnlichen Ausmaßes um den Flugzeugbauer anzuhäufen. In der vergangenen Woche hatte Boeing seine Kunden gewarnt: Piloten der Boeing 787 und Boeing 747-8 sollten Höhengewitter ab sofort besser meiden. Als erforderlichen Sicherheitsabstand nannte Boeing eine Distanz von mindestens 50 nautischen Meilen, also rund 93 Kilometern. Der Grund: Es könne zu Vereisung an den Triebwerken von General Electric kommen.

Inzwischen haben auch die US-Behörden reagiert. Die Luftfahrtbehörde FAA hat eine Sicherheitsanweisung herausgegeben. In dieser zeigt sich, dass es bereits eine ganze Reihe von Zwischenfällen gab, die mit diesem Problem zusammenhängen. Neun mal waren Boeing Flieger wegen Vereisung der Triebwerke in Probleme geraten. Zwei mal waren bei 747-8-Jumbos zwei von vier Triebwerken betroffen.

Mehr Fälle als bei Boeing bemerkt

Bei Boeing hatte man nicht so viele Fälle genannt. Der Grund laut der Nachrichtenagentur Reuters: Die FAA hatte auch Zwischenfälle berücksichtigt, die erst nach dem Flug bekannt wurden, weil die Piloten während Stürmen eine andere Art von Vibration bemerkt hatten. Von der Behörde heißt es jedoch, man müsse genau deswegen achtsam sein. Nur ein bisschen länger und die Vereisung könne zur Notlandung führen.

Im schlimmsten Fall, so die Direktive, könne es zu einem kompletten Ausfall der Triebwerke kommen. In der Anweisung heißt es, dass Fluggesellschaften so schnell wie möglich untersuchen müssen, ob die nötigen Sensoren im Cockpit funktionieren, die den Piloten zeigen, ob der Schub der Triebwerke immer noch intakt ist.

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