B787: Bald wieder in der Luft?

Boeings Optimismus gebremst

Boeing ist sich sicher: Das Dreamliner-Feuer entstand nicht durch die Batterie. Und legt sich so mit der US-Transportsicherheitsbehörde an.

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Luftfahrt

«Es wird kein Feuer in den Batterien geben. Da sind wir absolut sicher». Mike Sinnett, Chefingenieur des B787-Programms ist von der Lösung des Batterieproblems der Dreamliner überzeugt. Die amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Aviation Administration FAA winkte Boeings Änderungsvorschläge durch. Der Hersteller macht sich nun sofort an die Umsetzung. Nur zwei Wochen werde es dauern, bis die gegroundeten Dreamliner wieder abheben, prognostiziert der Flugzeugbauer.

Doch so gut die Aussichten sind – bei den Behörden ist man etwas anderer Meinung als Boeing. Dass das Feuer an Bord des Japan-Airlines-Dreamliners am 7. Januar in Boston tatsächlich durch die Batterie entstanden sei, stimme nicht und das hätten auch Untersuchungen gezeigt, meinte der US-Flugzeugbauer kürzlich. Die amerikanische Sicherheitsbehörde National Transportation Safety Board aber widerspricht dem nun. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, noch wisse man nicht, wodurch genau das Feuer ausgelöst worden sei, so ein Sprecher der Behörde am Wochenende gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dass es in der Batterie entstanden sei, schließe man keineswegs aus.

Flammen und Explosion?

Im Bericht der Ermittler war die Rede davon, dass Flammen aus den Batterien des Hilfsaggregates (APU) emporgeschossen seien. Beim Versuch, das Feuer zu löschen und die Batterie abzustellen, sei es zu einer Explosion gekommen. Dabei wurde sogar ein Feuerwehrmann verletzt. Zu diesen Berichten hieß es von Boeing bisher, sie würden die Tatsachen falsch widerspiegeln.

Der Vorfall am 7. Januar war der erste in einer Reihe von Zwischenfällen, die zum Grounding aller Dreamliner weltweit geführt hatten. Der Hersteller steckte einiges an Kritik an seiner Entscheidung für die Lithium-Ionen-Batterien und auch für die Testprozesse der Komponenten vor der Markteinführung ein. So soll es etwa laut dem vorläufigen Bericht der NTSB keinen Beweis geben, dass die bisherigen Batterien einen Test hinter sich hätten, der einem vollen Lebenszyklus entspreche.

Lösung vorgestellt

Kürzlich stellte Boeing aber eine Lösung vor, die sowohl neue Regelungen für die Tests der Batterien vorsehen, als auch ein neues Design, welches Schutz vor Feuer bietet. Zum einen wurde die Isolierung der Batterien verstärkt. Jede einzelne Einheit wird nun vor Überhitzung und Kontakt mit anderen Einheiten geschützt. Auch ein neues Ventilationssystem soll vor Feuerentwicklung schützen. Die Box, in der sich die Batterie befindet, soll besser isoliert werden und so verhindern, dass eine eventuelle Überhitzung der Batterie auf andere elektronische Geräte übergreift.

Einher mit den Verbesserungen geht allerdings auch eine negative Entwicklung – einmal abgesehen von den Kosten, die Boeing die Lösung verursachte. Die Lithium-Ionen-Batterien sind nun deutlich schwerer als zuvor. Ganze 68 Kilo mehr wiegen diese nun.

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