Bestrafung bei Streik: Britische Gewerkschaft der Pilotinnen und Piloten erringt Sieg gegen Ryanair

Die British Airline Pilots Association Balpa hat nach eigenen Angaben «einen bedeutenden rechtlichen Sieg errungen», nachdem das Berufungsgericht entschieden hat, dassdie Billigairline Pilotinnen und Piloten unrechtmäßig benachteiligte, weil sie 2019 von ihrem Streikrecht Gebrauch gemacht hatten. Das Gericht stellte klar, dass Ryanairs Vorgehen, streikenden Mitarbeitenden die Reisevergünstigungen zu entziehen, gegen die britischen Blacklisting-Regeln verstößt. Solche Maßnahmen wurden als unzulässige und rechtswidrige Repressalien eingestuft.

Nach einem von der Gewerkschaft der Pilotinnen und Piloten organisierten Streik im Jahr 2019 hatte Ryanair angekündigt, den Streikenden Reisevergünstigungen zu entziehen – und setzte dies für zölf Monate um. Mit ihrer Unterstützung hätten die Betroffenen erfolgreich argumentiert, dass dieses Verhalten eine Form des Blacklistings darstelle, das durch britische Gesetze verboten ist.

Die heutige Entscheidung setze ein klares Signal: Das Recht von Arbeitnehmenden, sich zu organisieren und an legalen Streiks teilzunehmen, ist unantastbar, so Balpa. Der Fall hat auch politische Aufmerksamkeit erregt, da das Ministerium für Wirtschaft und Handel intervenierte.

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