Markierungen am Pearson Airport: Eigentlich eindeutig.

SicherheitsbedenkenBehörde nimmt Flughafen Toronto unter die Lupe

Erschreckend oft rollen gelandete Flugzeuge in Toronto im falschen Moment in den Startbahnbereich. Nach einem neuen Vorfall schaltet sich nun die Sicherheitsbehörde ein.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wenn am Toronto Pearson International Airport viel los ist, nutzt der Flughafen seine beiden parallel verlaufenden Pisten auf der Südseite. Flugzeuge landen dann normalweise auf der äußeren Bahn, müssen kurz vor der inneren Piste auf einer kurzen Rollbahn halten und können nach einer Freigabe darüber hinweg rollen und zu ihrer Parkposition fahren.

So sollte es auch am Dienstag (8. August) funktionieren. Eine gelandete Embraer 175 der American-Airlines-Tochter Envoy Air bekam von den Lotsen im Tower die Anweisung, vor der inneren Piste zu halten, wie die Zeitung Toronto Star berichtet. Für diese Piste hatte eine Boeing 737 von Westjet die Startfreigabe. Über Funk war laut der Zeitung dann zu hören, wie ein Lotse sagte: «Envoy 3765, stopp, stopp.» Was war passiert?

Immer wieder Vorfälle

Ewan Tasker von der kanadischen Transportsicherheitsbehörde erklärte später, die Maschine von Envoy Air sei zwar nicht auf die Starbahn selber gerollt, hätte aber eine Haltelinie davor passiert und sei so auf verbotenes Terrain geraten. In einem Statement von American Airlines betonten die Envoy-Piloten, sie hätten die Startbahn nicht gekreuzt, bevor sie die Erlaubnis dazu erhalten hätten. Der Vorfall wird nun untersucht.

Dabei belässt es die Sicherheitsbehörde aber nicht. Sie hat eine generelle Untersuchung angekündigt, die zeigen soll, warum es am Pearson Airport immer wieder zu sogenannten Runway Incursions kommt, dem unerlaubten Befahren von Pisten. Denn seit Juni 2012 soll es dem Bericht zufolge auf dem Flughafen zu fast zwei Dutzend dieser Vorfälle gekommen sein und die Behörde fürchtet, früher oder später könnte es zu einer Katastrophe kommen.

Waren Piloten abgelenkt?

«Eine Sache, die wir uns anschauen müssen bei all diesen Vorfällen, ist, was die Crews getan haben, wer was getan hat, wer wohin geschaut hat», sagte Ewan Tasker. Piloten sind oft mit Checks nach der Landung beschäftigt und schauen Flughafenpläne an, um ihre Parkposition zu finden. Solche Dinge könnten sie vom präzisen Stopp vor der parallelen Piste ablenken. Schon jetzt ist man sich dessen am Flughafen Toronto bewusst: Wenn beide der südlichen Pisten genutzt werden, ist im Tower ein zusätzlicher Lotse aktiv, der sich um diesen Bereich kümmert. Auch ein Bodenradar schlägt Alarm, wenn ein Flugzeug in die geschützte Zone um die Piste hinein rollt.

Die Untersuchung soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Wer sich schon vorher eingehender mit Incursions und ähnlichen Vorfällen beschäftigen will, kann sich zum Beispiel den Runway Safety Report 2015 des Flughafen Zürich anschauen.

Mehr zum Thema

ticker-westjet

Westjet öffnet Buchungssystem für Interline-Flüge - Copa macht Anfang

ticker-westjet

Route Halifax - Kopenhagen:Westjet und SAS erweitern Codeshare-Partnerschaft

ticker-westjet

Westjet tauscht Order für sechs Boeing 737 in eine für zwei Boeing 787

ticker-westjet

Westjet und Virgin Atlantic verknüpfen Bonusprogramme

Video

Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin