Bahrain-Air-Jet: Die Airline ist am Ende

Bahrain Air am Ende

Die Fluggesellschaft aus dem Königreich am Golf ist pleite. Sie groundete deshalb ihre Flotte. Ihr nationalen und internationalen Gegner waren zu stark.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Angesichts des Erfolgs von Emirates und Co. scheint es auf den ersten Blick kaum vorstellbar, dass eine Golf-Airline es nicht schaffen kann. Doch die 2008 gegründete Bahrain Air lässt seit Mitte vergangener Woche alle Flieger am Boden. Sie kündigte die Liquidation des Unternehmens an. Mit vier Airbus flog die Fluggesellschaft 18 Destinationen im Nahen Osten und in Asien an. Nun müssen 300 Angestellte einen neuen Job suchen. Es sei «ein trauriger Tag für alle Passagiere und Anteilseigner», teilte Bahrain Air auf ihrer Webseite mit. Doch man habe keine andere Wahl gehabt.

Ein Grund für das Aus seien die politischen Unruhen, die gerade nun wieder aufflammten. Diese hätten dazu geführt, dass die Nachfrage nach Flugtickets in das Land seit 2011 massiv abgenommen hätten. Auch Regulierung durch den Staat zwang die Fluglinie dazu, ihren Betrieb immer weiter herunterzufahren. Allein in den vergangenen drei Monaten flog Bahrain Air aufgrund von gesperrten Routen und gesunkener Nachfrage Schulden in Höhe von fast 12 Millionen Dollar ein.

Anteilseigner nicht mehr zahlungsbereit

Die wollten die Anteilseigner nicht mehr tragen. Als der Staat Anfang der Woche mehrere Millionen verlangte, um vier gesperrte Strecken wieder zu öffnen, verweigerten sie die Zahlung. Man sah sich erhöhten Schulden, weniger Frequenzen und verärgerten Passagieren gegenüber. Bevor es schlimmer werden konnte, beendete Bahrain Air mit Sitz in Manama den Betrieb.

Für private Fluggesellschaften ist das Bestehen neben den Großen am Golf alles andere als leicht. Auch der Wettbewerb durch die staatliche Gulf Air lastete massiv auf der Airline. Doch selbst der Konkurrentin geht es nicht besonders gut. Der Staat griff seinem Anbieter aber immer wieder unter die Arme und verpasste ihm Finanzspritzen. Doch die gingen einher mit einem massiven Kostensparprogramm, welches auch Stellenstreichungen nach sich zog. Die Konkurrenz durch die von den reichen Emiraten unterstützen Emirates, Etihad und Qatar macht eben auch Gulf Air zu schaffen.

Mehr zum Thema

Kaviar und Champagner: Wer First Class fliegt, bekommt das bei Emirates unbegrenzt.

Kaviar- und Champagner-Flatrate für First-Class-Gäste

... hat die Fluggesellschaft mit arabischer Kalligraphie verziert, um ...

Saudia stellt erstmals einheimische Flugbegleiterinnen ein

Airbus A320 von Qatar Airways: Probleme mit dem Hersteller.

Iata findet Airbus-Vertragskündigung «besorgniserregend»

Boeing 787 von Etihad: 51 Exemplare anstatt 71 bis 2023.

Etihad bestellt 20 Dreamliner ab

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies