Tower am Flughafen Wien: Es gibt eine Einigung.

50 Millionen Euro Einsparungen Austro Control einigt sich mit Gewerkschaften

Die österreichischen Fluglotsen erhalten einen neuen Kollektivvertrag mit starken Abstrichen. Trotz der Einigung beklagt die Gewerkschaft Vida einen Vertrauensverlust.

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Durch den deutlich zurückgegangenen Flugverkehr aufgrund der Corona-Krise leiden nicht nur Airlines und Flughäfen wirtschaftlich – auch die Flugsicherung ist davon betroffen. Die österreichische Austro Control beispielsweise muss in diesem Jahr auf rund 140 Millionen Euro Umsatz verzichten.

Aus diesem Grund muss die Gesellschaft, die im Eigentum der Republik Österreich steht, den Sparstift ansetzen. Zu Beginn der Pandemie schickte man das Personal in Kurzarbeit – die Kosten dafür hat der Staat übernommen. Nachdem es wohl noch dauert, bis sich der Flugverkehr wieder auf altem Niveau bewegen wird, hat das Management-Team ein umfassendes Sparpaket geschnürt. Ein Kernpunkt dabei ist der neue Kollektivvertrag KV, auf den man sich nun mit der Gewerkschaft Vida einigen konnte.

«Nachhaltig viel Vertrauen zerschmettert»

Dieser soll rund 50 Millionen Euro einsparen und umfasst Nulllohnrunden für die Jahre 2020 und 2021, einen Entfall von Prämien für die Jahre 2019 und 2020, eine neue Standby-Regelung für Fluglotsen sowie ein Einfrieren der Bemessungsgrundlage für Betriebspensionen aus dem ersten Kollektivvertrag. Für neu eintretendes Personal möchte man demnächst überhaupt einen eigenen KV schaffen, der «den wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre gerecht wird», wie es von Seiten der Austro Control heißt. Gespart werden soll – abgesehen vom Personal – unter anderem beim Betriebsaufwand sowie bei Investitionen.

Ganz friktionsfrei dürften die neun Verhandlungsrunden für den neuen Kollektivvertrag zwischen Vida und Austro Control jedenfalls nicht verlaufen sein: Die Gewerkschaft mokiert sich in einer Aussendung über einen «polternden Aufsichtsrat» sowie eine Schmutzkübelkampagne gegen Mitarbeiter. Hier sei «nachhaltig viel Vertrauen zerschmettert worden», so Gewerkschafter Daniel Liebhart.

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