The test aircraft Atra .

Mit Airbus A320 des DLRForscher testen in Zürich leiseres Landen

Ein neues System soll Flugzeuge mit weniger Lärm zur Landebahn sinken lassen. Am Flughafen in Zürich erprobt ein spezieller Airbus A320 derzeit solche Anflüge.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Um Flugzeuge noch leiser zu machen, müssen nicht nur geräuschärmere Triebwerke her. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR forscht in Zusammenarbeit mit der Swiss Skylab Foundation und der Schweizer Forschungsanstalt Empa an einem neuen Anflugverfahren, das weniger Lärm verursacht. Der Trick: Mit einem kontinuierlicheren Sinkflug sollen die Triebwerke so lang es geht leiser laufen. Dafür müssen Piloten aber ein genaues Sinkprofil einhalten und auch Fahrwerk und Klappen zu genauen Zeitpunkten ausfahren.

Was in der Theorie schlüssig wirkt, sorgt in der Praxis für Herausforderungen. Anflug und Landung erfordern auch ohne die neue Methode schon viel Arbeit im Cockpit. Um Piloten die leiseren Anflüge ohne erhebliche Mehrarbeit zu ermöglichen, entwickelte das DLR ein neues Assistenzsystem. Mithilfe von 25 Piloten und einem DLR-Testpiloten überprüfen die Forscher nun bei realen Flugversuchen am Flughafen Zürich, ob das System auch praxistauglich ist.

Bis zu 70 Flüge geplant

Mit dem Atra (Advanced Technology Research Aircraft) kommt dabei ein zum Forschungsflieger umgerüsteter Airbus A320 des DLR zum Einsatz. Seit Montag (9. September) macht das Flugzeug mit Kennzeichen D-ATRA während fünf Tagen bis zu 70 Testanflüge am Zürcher Flughafen. Dabei steuert es jedes Mal aus dem Norden kommend die Piste 14 an, währenddessen zeichnen Messstationen am Boden den Lärm des Fliegers auf. Laut des DLR ist die Anzahl der Flüge notwendig, um genug Daten zur Auswertung zu bekommen.

Bei den Anflügen fliegen die Piloten ein Sinkprofil ab, welches das Assistenzsystem mit dem Namen LNAS (Low Noise Augmentation System, zu deutsch: geräuscharmes Erweiterungssystem) auf einem Bildschirm vorschlägt. Auch wann Landeklappen und Fahrwerk ausgefahren werden sollen, wird vom LNAS vorgegeben. Insgesamt werden so Bewegungsenergie und Flughöhe bis kurz vor der Landung besser ausgenutzt.

Gute Chancen für Einbau in künftige Flugzeuge

Einfach war dies bislang nicht: «Die sich stetig ändernden Bedingungen wie Wind und Fluggewicht machen das präzise Fliegen vertikaler Profile eines lärmarmen Anflugverfahrens hochkomplex», erklärt DLR-Testpilot Jens Heider. Das LNAS soll Besatzungen nun Mehrarbeit ersparen. Dafür erledigt das System die Berechnungen und soll Piloten alle Vorgaben anschaulich und intuitiv vorzeigen.

In den Flugversuchen benutzt das LNAS bisher ein sogenanntes Electronic Flight Bag als Anzeige. Dies ist ein Tablet-Computer, der neben den üblichen Anzeigetafeln montiert ist. Das DLR sieht aber gute Chancen, dass ihr neues System in Zukunft in die Bordcomputer von Flugzeugen Einzug finden wird.

Testflüge der D-ATRA am Flughafen Zürich.                Bild: Flightradar24

Mehr zum Thema

Dash 8 von Wideroe: Bald durch ein Elektroflugzeug ersetzt?

Wideroe und Rolls-Royce planen emissionsfreies Flugzeug

Flieger von British Airways: Soll bald auch mit Kerosin betankt werden, das einst mal Müll war.

British Airways will Kerosin aus Müll herstellen

Kürzester Linienflug der Welt soll elektrisch werden

Kürzester Linienflug der Welt soll elektrisch werden

Die De Havilland Canada DHC-6 mit dem Kennzeichen N607NA: Sie flog seit 1966.

Nach 57 Jahren muss die älteste Twin Otter der Welt am Boden bleiben

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin