Leicht zu verwechseln: Der Zivilflughafen von Santo Domingo (rechts) liegt nur zwölf Meilen entfernt vom Militärflughafen (links).

Santo DomingoPilot verwechselt Militärbasis mit Flughafen

Ein Flugzeug der venezolanischen Aserca Airlines landete in der Dominikanischen Republik auf dem falschen Flughafen – mitten im militärischen Sperrgebiet.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eine McDonnell Douglas MD-83 der venezolanischen Fluggesellschaft Aserca Airlines landete am 27. Mai zwar in Santo Domingo, aber auf dem falschen Flughafen. Statt auf den Aeropuerto Internacional de Las Américas steuerte der Pilot das Flugzeug auf die Luftwaffenbasis Base Aérea de San Isidro. Zunächst wurde die Besatzung von den Militärbehörden der Dominikanischen Republik verhört. Danach durfte er aber zum geplanten Ziel, dem zivilen Flughafen der Hauptstadt, weiterfliegen, wie lokale Medien berichten.

Schon andere Piloten sind versehentlich auf der Luftwaffen-Basis bei Santo Domingo gelandet – sie befindet sich nur 16 Kilometer vom Touristenflughafen Las Américas entfernt. Insgesamt geschah dieses Missgeschick in der dominikanischen Republik schon zehn Mal. Die Piloten von Aserca gaben schlechte Sichtverhältnisse und mangelnde Erfahrung als Grund für das Versehen an.

Missgeschick passiert bereits zum zehnten Mal

Aserca Airlines gab an, dass ihr Pilot bereits zehn Jahre Flugerfahrung habe, aber zum ersten Mal Las Américas angesteuert habe: «Beide Pisten waren für den Piloten im Landeanflug sichtbar», erklärte die Fluggesellschaft in einer Pressemitteilung. Für die Beziehungen der Länder wurde der Fehler als unbedeutend eingestuft: «Die Behörden vor Ort stuften die Landung nicht als Vorfall ein und ließen die Maschine unmittelbar wieder abheben», so die venezolanische Airline.

Mehr zum Thema

Die venezolanische Aserca Airlines <a href="https://www.aerotelegraph.com/aserca-airlines-noch-ein-grounding-in-venezuela" target="_blank" rel="noopener">stellte im Februar den Betrieb ein</a>, nachdem die nationale Luftfahrtbehörde ihr die Betriebserlaubnis entzogen hatte. Der Grund war das Fehlen des Versicherungsnachweises. Im Mai gab die Fluglinie dann ganz auf. Mit Santa Bárbara Airlines und Pawa Dominicana überlebten auch zwei weitere Fluglinien des Unternehmers Simeón García das Jahr 2018 nicht.

Noch ein Grounding in Venezuela

McDonnell Douglas MD83 von Ascerca: Immer wieder Probleme.

Venezuelas fliegender Friedhof

Video

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack