Antonov An-124: Der Frachter kann ganze Triebwerke transportieren.

Inlandsflug in den USAAntonov An-124 hilft American Airlines aus der Patsche

Die ukrainische Frachtairline schickte einen ihrer Flieger für einen Sonderauftrag von American Airlines in die USA. Der Inlandseinsatz der An-124 von Antonov Airlines brauchte eine Spezialgenehmigung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Dass eine Antonov An-124 in den USA zu sehen ist, kommt ab und zu vor. Doch dass der Riesenfrachter auf einem Inlandsflug unterwegs ist, ist etwas Besonderes. Passiert ist das am vergangenen Wochenende. Nachdem der Vierstrahler der ukrainischen Antonov Airlines nach New York geflogen war, machte er sich von dort auf den Weg nach Charlotte.

Die Maschine war im Auftrag von American Airlines unterwegs, die sie gechartert hatte, um eine Boeing 777 wieder fit zu bekommen. Die saß in Charlotte fest, nachdem es Probleme mit einem Triebwerk gegeben hatte. Im Bauch trug die An-124 Ruslan also ein Triebwerk vom Typ Rolls-Royce Trent 800 sowie einige Ersatzteile.

11.800 Kilogramm, sechs Meter lang

Möglich wurde der Inlandsflug dank einer Notfallgenehmigung des Verkehrsministeriums. Im Antrag dafür legt Antonov Airlines dar, warum das nötig ist. «Ein Teil dieser Größe kann nicht in Frachtflugzeuge von US-Fluggesellschaften verladen werden.» Rund 11,8 Tonnen wiegt der Motor. Er misst 6,1 auf 3,5 auf 4 Meter.

Eine Alternative zum Transport mit der An-124 wäre gewesen, den Motor auf der Straße von New York nach North Carolina zu fahren. Doch wie American Airlines in dem Antrag schreibt, hätte das fünf Tage gedauert, da es für einen solchen Transport spezielle Genehmigungen braucht.

Bereits Rechte der fünften Freiheit

Jeden Tag hätte sich das laut American Airlines auf Hunderte Reisende ausgewirkt - und das Unternehmen rund 125.00 Dollar gekostet. Denn so viel kostet ein ausgefallener Flug, wie die Airline ausrechnete. So weit kam es nicht. Nach dem Antrag vom 11. August ging alles sehr schnell.

Antonov Airlines erhielt die Genehmigung und führte am 12. August schließlich den rund eineinhalbstündigen Flug von New York nach Charlotte durch. Über Rechte der sogenannten fünften Freiheit für Flüge in die USA verfügt die Airline schon. Das heißt: Sie kann aus anderen Ländern ins Land fliegen.

Auch auf unbefestigten Pisten landen

Sieben An-124 befinden sich in der Flotte von Antonov Airlines. Die Frachtflieger sind 69 Meter lang und können bis zu 120 Tonnen Fracht tragen. Vollbeladen können sie 4800 Kilometer weit fliegen. Ein großer Vorteil des Sowjetfliegers ist, dass er auch auf schlechten Pisten landen kann.

Mehr zum Thema

Antonov An-124 von Antonov Airlines: Weltweit im Einsatz - trotz Krieg.

Antonov Airlines hat in Leipzig genug Ersatzteile bis Ende 2023

Antonov Airlines bringt mit An-124 tonnenschwere Solarturbine nach Australien

Antonov Airlines bringt mit An-124 tonnenschwere Solarturbine nach Australien

Kurz nach der Notlandung: Schäden am Rumpf (rechts).

An-124 bricht Flug nach Wien ab und überschießt Piste

Eine Antonov An-12: Das Flugzeug kann bis zu 20 Tonnen Fracht transportieren.

Airline flottet 63 Jahre alte Antonov An-12 neu ein

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies