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American Eagle vor dem Aus?

Pilotenvertreter des US-Regionalfliegers lehnten eine Einigung mit American Airlines ab. Das könnte drastische Folgen für American Eagle haben.

American Airlines

Neue Embraer 175: American Eagle wird die neuen Flieger wohl nicht erhalten.

American Airlines ist auf der Suche nach einem Subunternehmer, der die 60 bestellten Embraer 175 betreiben wird. Zuvor hatte die Pilotengewerkschaft ALPA der Regionalfluggesellschaft American Eagle eine Einigung zwischen der Muttergesellschaft American Airlines abgelehnt. Diese Entscheidung könnte nun die Existenz von American Eagle gefährden – Verhandlungsführer von American Airlines hatten immer wieder betont, dass sie den Regionalflieger so weit verkleinern würden, bis «er klein genug wäre, um ihn zu abzuwickeln».

Die Vertreter der Gewerkschaft hatten gegen den 10-Jahres-Vertrag gestimmt, der Zugeständnisse der Piloten im Austausch gegen neue Embraer 175 vorsah. Demnach wären die Gehälter der Piloten bis 2018 eingefroren und Erfolgsbeteiligungen gestrichen worden. Ab 2018 würde das Pilotengehalt um einen Prozent steigen. Zugleich sollte aber auch der Krankenkassenbeitrag der Arbeitnehmer von derzeit 30 auf 35 Prozent bis 2017 steigen.

Keine weiteren Zugeständnisse

«Die Piloten haben schon erhebliche Zugeständnisse während des Insolvenzverfahrens von American Airlines gemacht und weitere nach der Fusion mit US Airways», erklärte Gewerkschaftsboss William Sprague die Entscheidung. «Unsere Piloten sind nicht bereit für deutlich weniger zu arbeiten als ihre Kollegen im Unternehmen.» Die Gewerkschaft will nun den Piloten helfen, neue Jobs bei anderen Airlines zu finden und hat das Management aufgefordert, einen Zeitplan für die Abwicklung von Envoy vorzulegen.

Die Regionallinie soll im Frühjahr von American Eagle in Envoy umbenannt werden. Derzeit fliegen neben American Eagle selbst auch Chautauqua Airlines, Express Jet, Republic Airlines and Skywest unter dem Namen American Eagle regionale Routen für American Airlines. American-Eagle-Chef Pedro Fábregas zeigte sich «extrem enttäuscht» von der Entscheidung der Gewerkschaft. «American hat uns informiert, dass ihnen keine andere Wahl bleibe, als umgehend nach anderen Regionalgesellschaften zu suchen, die die Embraer künftig betreiben werden.» Daher werde man American Eagles Flotte und Belegschaft deutlich reduzieren.



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