Fokker MK-28 alias F100: Die Marketingleute drängten das Management, das Modell umzutaufen.

Fokker 100Als Avianca ein Flugzeugmodell umtaufte

Die Fokker 100 wurde zwar gern eingesetzt und doch gab es sie in Brasilien plötzlich nicht mehr. Betreiberin Avianca hatte sie eigenmächtig in MK-28 umbenannt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

«Die Flieger gehören mir. Ich nenne sie, wie ich will», scherzt heute José Efromovich. Die ganze Wahrheit ist es aber nicht. Die PR-Abteilung riet dem Luftfahrtunternehmer 2007, die Fokker 100 in der Flotte seiner Airline umzubenennen. Er leitete damals die brasilianische Ocean Air, aus der später Avianca Brasil entstand. Der Flugzeugpark bestand aus sechs verschiedenen Flugzeugtypen. «Es war das sichere Rezept für den Bankrott», so Efromovich zum brasilianischen Magazin Epoca.

Efromovich entschied sich für eine Einheitsflotte von Fokker 100. Das niederländische Flugzeug war in Sachen Betriebskosten unschlagbar. Doch Passagiere von Ocean Air und nachher Avianca flogen trotzdem nie mit einer Fokker 100, sondern immer nur mit Fokker MK-28. Und das mit großem Erfolg. 200.000 Flüge mit rund 12 Millionen Passagieren absolvierten Aviancas Fokker MK-28 bis vergangenen Dezember als das Modell ausgeflottet wurde.

Eine Katastrophe beschädigte den Ruf der Fokker 100

Die Namensänderung hatte einen guten Grund. Die Fokker 100 hatte in Brasilien einen schlechten Ruf. Am 31. Oktober 1996 war eine Maschine des Typs von TAM 24 Sekunden nach dem Start in São Paulo Congonhas abgestürzt. 99 Menschen starben. Wie sich später zeigte, hatte während des Starts aus ungeklärten Gründen die Schubumkehr eingesetzt. Die Piloten handelten daraufhin nicht richtig und so kam es zur Katastrophe.

Der Ruf der Fokker 100 war dahin. Bei Avianca suchte man deshalb nach einem neuen Namen für das niederländische Arbeitstier. Und man fand ihn in der Geschichte der Fokker 100. Sie wurde als Nachfolgerin der Fokker F28 entworfen. Der Projektname lautete F.28 MK 0100. Daraus leiteten die brasilianischen Marketingleute MK-28 ab.

Insgesamt wurden 283 Exemplare gebaut

Insgesamt wurden von Fokker 283 F100 gebaut. Davon fliegen heute gemäß der Datenbank CH Aviation heute noch 123 Stück. Die Flieger werden nicht nur bei Avianca aber nach und nach ausgeflottet, so auch bei Austrian Airlines und Helvetic Airways, wo sie durch Embraer E190 und E195 ersetzt werden oder TAP Express/Portugalia, wo künftig ATR 72, Embraer E190 und Airbus A320 zum Einsatz kommen.

Mehr zum Thema

Die ehemalige Fokker 28 Flotte von Canadian Regional am Flughafen Saskatoon: Die Flugzeuge wurden zerlegt.

Eine ganze Flotte Fokker F28 verrottete 20 Jahre in Kanada – jetzt kommt der Schredder

ticker-qantas

Qantas ersetzt ihre Fokker 100 durch Embraer E190

Fokker 100 der Slowakei. Zwei ...

Nur noch zwei Fokker 100 sind in Europa unterwegs - und auch das nur sporadisch

Vorschau auf den Wasserstoffflieger von Fokker Next Gen: So soll er aussehen, ...

Air Baltic arbeitet an neuer Wasserstoff-Fokker mit

Video

lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil