Jet von Thai Airways: Die Fluggesellschaft macht Verluste.

38 neue JetsThai Airways' schwierige Flottenpläne

Thailands staatliche Fluglinie hätte gerne 38 neue Flieger. Doch Verwaltungsrat und Regierung sind nicht zufrieden mit dem Finanzgebaren des Thai-Airways-Managements.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Thai Airways würde ihre Flotte gerne mit insgesamt 38 neuen Flugzeuge von Airbus und Boeing umbauen. Doch schon Mitte August machte das Transportministerium gegenüber der staatlichen Airline eine deutliche Ansage: Da für Kauf und Leasing der 38 Jets rund 156 Milliarden Baht (4,67 Milliarden Euro) eingeplant seien, müsse man sicherstellen, dass die in den roten Zahlen fliegende Thai Airways nicht noch weitere Verluste anhäufe.

In der Vergangenheit habe die Fluglinie wichtige Investmentprinzipien missachtet und mache daher heute Verluste, so das Ministerium laut der Zeitung Bangkok Post. Daher wolle man nun die Pläne mit allen Details sehen, so etwa Marktanalysen, Kundenverhalten, Flugrouten, Betriebskosten, erwartete Gewinne und Nutzungspläne für die Flieger.

Verwaltungsrat nicht zufrieden mit Plan

Seitdem ist die Lage noch angespannter geworden. Am 4. Oktober erklärte das Ministerium laut der Zeitung, Thai Airways habe im ersten Halbjahr 2019 einen Verlust von mehr als 6 Milliarden Baht (fast 180 Millionen Euro) gemacht und laufe Gefahr, am Jahresende bei einem Minus von 10 Milliarden Baht (299 Millionen Euro) zu landen. Der Präsident der Fluglinie musste öffentlich versichern, dass seine Airline keine Liquiditätsprobleme habe.

Die Anschaffung der 38 neuen Flugzeuge hat der Verwaltungsrat von Thai Airways mittlerweile mindestens hinausgezögert. Er wies das Management an, den vorliegenden Plan zu überarbeiten und in sechs Monaten erneut zu präsentieren, wie das Fachportal Air Transport World berichtet. Der Verwaltungsrat empfahl demnach, die Flottenstrategie mit Blick auf Branchenumfeld und Finanzierungspläne noch einmal zu überprüfen.

777-Leasing offenbar nicht gefährdet

Gemäß dem Bericht gehörten zum bisherigen Plan sowohl Kurz- und Mittel- als auch Langstreckenjets. Diese sollten vor allem der Flottenerneuerung aber auch dem -ausbau dienen und zwischen 2021 und 2026 in Dienst gestellt werden. Das ebenfalls geplante Leasing von drei Boeing 777-300ER gehört laut Air Transport World nicht zum nun zurückgewiesen Anschaffungsplan und soll daher nicht gefährdet sein.

Die Flotte von Thai Airways besteht laut der Flugzeugdatenbank ATDB zurzeit aus 79 Fliegern mit einem Durchschnittsalter von 9,7 Jahren: 6 Airbus A380, 7 Boeing 747-400, 12 Airbus A350-900, 15 Airbus A330-300, 5 Boeing 777-200, 6 Boeing 777-200ER, 6 Boeing 777-300, 14 Boeing 777-300ER, 6 Boeing 787-8 und 2 Boeing 787-9.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Thai Airways: Ab dem 31. Juli unterwegs nach Frankfurt.

Thai schichtet bei Deutschland-Routen um

Boeing 747 von Thai Airways: In Europa künftig ein seltener Gast.

Thai zieht Boeing 747 aus Europa ab

Airbus A321 über den Pyramiden: In Ägypten soll in diesem Jahr eine neue Airline an den Start gehen.

Ägyptens größter Touristikkonzern plant eigene Fluggesellschaft - für Flüge nach Europa

Westliche Flugzeuge von Aeroflot: Russland führt ein eigenes Regelwerk für die Luftfahrt ein .

Ohne Westen: Russland baut eigenes Luftfahrt-Regelwerk auf

Video

Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack