Flugzeuge von Air Baltic und Swiss in Zürich: Lohndumping?

Kritik von KapersSwiss darf weiter auf Air Baltic setzen - Gewerkschaft tobt

Die Zürcher Behörden haben den Einsatz von Air-Baltic-Crews für Swiss-Flüge gebilligt – sehr zum Ärger der Gewerkschaft Kapers. Sie spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall und warnt vor Lohndumping.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Der Konflikt schwelt schon seit bald zwei Jahren. Ende 2023 wurde Kritik am Einsatz von Air Baltic bei Swiss laut. Die Politik kritisierte, die Wet-Lease-Crews, die mit eigenen Uniformen und Flugzeugen, aber unter Swiss-Flugnummer unterwegs sind, seien dauerhaft in die Schweiz entsendet worden. Daher würde auch Schweizer Arbeitsrecht für sie gelten.

Auch die Gewerkschaft Kapers kritisiert, dass die Besatzung der Letten de facto in Zürich stationiert seien, dort arbeiten und über Flughafenausweise verfügen – aber ohne Schutz durch das Schweizer Arbeitsrecht. Die Löhne liegen laut ihr mit rund 1500 Franken brutto im Monat deutlich unter jenen des Swiss-Kabinenpersonals, das mindestens 3400 Franken verdient. Präsidentin Sandrine Nikolic-Fuss spricht von «Lohndumping».

Amt untersuchte Einsatz von Air Baltic für Swiss

Die Behörden hatten zunächst selbst Zweifel. Schon 2022 wertete das Zürcher Amt für Wirtschaft den Einsatz als nicht erlaubten Personalverleih. Denn der Wet-Lease-Einsatz war nicht kurzfristig, sondern dauert nun schon Jahre. Geschehen ist danach aber nichts, daher auch die Kritik aus der Politik. Jetzt sieht das Amt den Vertrag als grenzüberschreitende Dienstleistung – und damit als zulässig.

Für Kapers ist die Zürcher Entscheidung nicht weniger als ein «juristisches Flip-Flop», das die Interessen der Wirtschaft über den Schutz der Angestellten stelle. «Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall», so Nikolic-Fuss. «Wer den Schutz des Kabinenpersonals aushöhlt, gefährdet das Fundament des Schweizer Arbeitsmarkts.»

Mehr zum Thema

ticker-air-baltic

Air Baltic weitet Codeshare mit Icelandair auf Nordamerika aus

ticker-air-baltic

Air Baltic übernimmt 52. Airbus A220-300

ticker-air-baltic

Ab Riga, Tallinn und Vilnius: Air Baltic fliegt öfter nach Berlin, Hamburg, München, Wien und Zürich

ticker-air-baltic

Air Baltic und Lufthansa erweitern Codeshare

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack