Weniger Verbindungen: Caribbean Airlines will weniger Flüge von und nach Jamaika anbieten.

Streit um die Marke Air Jamaica

Jamaika ist sauer auf Caribbean Airlines. Weil sie Flüge auf die Insel reduzierte, droht die Regierung nun, ihr die Rechte an der Marke Air Jamaica zu entziehen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Seit einem Monat ist der neuen Vorstand von Caribbean Airlines im Amt. Und schon hat er die erste große Aufgabe vor sich: Nach einem Treffen mit Jamaikas Verkehrsminister Omar Davies hat die Fluggesellschaft einen Monat Zeit, einen Plan für die Verwendung der Marke Air Jamaica vorzulegen. Sie gehört Caribbean Airlines und prangte bislang auf einem Flugzeug, das auf die Karabikinsel flog.

Doch vergangene Woche hatte Caribbean Airlines Medienberichte bestätigt, nach denen künftig weniger Flüge von und nach Jamaika angeboten werden sollen. Diese Entscheidung widerspreche den bisherigen Abkommen, erklärte Verkehrsminister Davies. Man erwarte nun von Caribbean Airlines nun klare Antworten. Bei den Gesprächen seien zudem Personalentscheidungen von Caribbean Airlines zur Sprache gekommen. Im April letzten Jahres hatte Davies sich über die «diskriminierenden Personalentscheidungen» beschwert, nachdem 15 Flugbegleiter der jamaikanischen Abteilung und auch mehrere jamaikanische Piloten ihre Stellen verloren hatten.

2012 fast 84 Millionen Schulden

Bei den Gesprächen ging es aber auch um die finanzielle Lage von Caribbean Airlines. Kurz zuvor hatte die Fluglinie bekannt gegeben, dass sie weitere Kredite bei Banken in Trinidad und Tobago aufnehmen wolle. Nach Angaben der Fluggesellschaft werde der Staat für die Schulden garantieren. Die Airline hatte 2012 fast 84 Millionen Dollar Verlust eingeflogen.

Doch offenbar will Caribbean Airlines weiter wachsen. Medienberichten zufolge soll die Airline Interesse an Bahamas Air haben. Bahamas Premierminister Perry Christie hatte die Gerüchte im Januar mit einem Statement über mögliche Gespräche angeheizt. Bislang dementiert indes Caribbean Airlines die Pläne.

Jamaica hält 16 Prozent an Caribbean Airlines

Air Jamaica wurde im Mai 2010 von Caribbean Airlines übernommen. Finanziert wurde die Übernahme durch einen Zuschuss von Trinidad und Tobago in Höhe von 50 Millionen Dollar sowie durch die jamaikanische Regierung, die nach eigenen Angaben für die Schulden von Air Jamaica in Höhe von 800 Millionen Dollar aufkam.

Seit Juli 2011 werden alle Flüge der ehemaligen Air Jamaica von Caribbean Airlines unter deren Iata-Code BW bedient. Zugleich hält Caribbean Airlines die Rechte am Namen Air Jamaica, diese müssen allerdings jedes Jahr erneuert werden. Der jamaikanische Staat hält 16 Prozent an Caribbean Airlines. Nun droht die Fluglinie den Markennamen Air Jamaica zu verlieren.

Mehr zum Thema

Bei der Gestaltung der Heckflossen werden viele Airlines richtig kreativ: Können Sie die Flossen den Fluggesellschaften zuordnen?

Erkennen Sie die Airline an der Heckflosse?

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack