Airbus A350-900 von Lufthansa: Die Fluggesellschaft passt bei vier Maschinen die Konfiguration an.

Neue KonfigurationLufthansa packt mehr Passagiere in einige Airbus A350

Lufthansa verändert die Sitzkonfiguration bei einigen ihrer Airbus A350. Bestimmte Maschinen bekommen zusätzliche Plätze. Damit können über 300 Passagiere mit dem A350 fliegen

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Wenn Hersteller ihre Margen erhöhen wollen, führen sie je nach Branche neue Rezepturen ein oder schrauben an der Packungsgröße. Fluggesellschaften haben eine weitere Möglichkeit: Sie bauen einfach mehr Sitze in ein Flugzeug. Das macht jetzt auch Lufthansa bei einigen ihrer Airbus A350.

Während der Pandemie hatte sich die Fluggesellschaft vier Airbus A350 besorgt. Die geleasten Maschinen flogen vorher für Philippine Airlines und unterscheiden sich in der Kabinenkonfiguration von den eigenen A350. Lufthansa betonte bei der Übernahme 2021, dass sich an der Konfiguration der Maschinen nichts ändern werde, da für einen Umbau das Geld fehle. Man passte nur Kleinigkeiten an, um die Kabine mit dem Markenauftritt von Lufthansa in Einklang zu bringen - analog zum ersten Dreamliner von Lufthansa, der noch Spuren der ursprünglich vorgesehenen Abnehmerin Hainan Airlines enthält.

Lufthansa passt Konfiguration doch an

Nun scheint der Konzern doch Geld in die Hand nehmen zu wollen. Wie das Portal Frankfurtflyer berichtet, wird Lufthansa die Maschinen modifizieren und unter anderem mehr Plätze in die Langstrecken-Jets einbauen. Um Platz zu schaffen, weicht offenbar ein Waschraum, eine Bordküche wird ausgebaut sowie mehrere Garderobenschränke deinstalliert. Außerdem reduziert sich auch der Sitzabstand.

Dank der Umbauten finden künftig acht Reisende mehr Platz in den Ex-Philippine-Airlines-Maschinen - insgesamt 303. Die Premium-Economy wächst um zwei Plätze auf 26, die Kapazität der Economy steigt um sechs Sitze auf 247 Plätze. Einzig die Business Class bleibt mit 30 Plätzen gleich groß. Die 17 hauseigenen Maschinen haben eine Kapazität von 293 Plätzen. Die Lufthansa-Bestuhlung verteilt sich auf 48 Business-, 21 Premium Eco-, sowie 224 Economy-Plätze.

Business Class besser als die eigene

Dass Lufthansa die Business Class der Ex-Philippine-Jets nicht anfasst, dürfte auch daran liegen, dass die Geschäftsreiseklasse besser ist als die aktuelle von Lufthansa, wie Konzernchef Spohr bei der Präsentation der vier geleasten Jets selbst zugab. Alle Sitze haben einen direkten Zugang zum Gang, das ist in der aktuellen Business Class von Lufthansa nicht der Fall.

Lufthansa hat ihre direkte A350-Order bei Airbus auf 45 bestellte Exemplare aufgestockt. 17 davon hat sie bereits erhalten. Ursprünglich sollten im Sommer 2023 weitere folgen, – die ersten zehn davon mit einer First Class. Doch daraus wird nichts, denn der Liefertermin kann nicht eingehalten werden. Jetzt sollen die neuen Airbus A350 erst Ende des Jahres eintreffen.

Andere A350 sind voller

Im Vergleich sind 303 Sitze im A350 übrigens nicht ungewöhnlich. Singapore Airlines bestuhlt ihre A350 für die normale Langstrecke ebenfalls mit 303 Plätzen. Bei Air France sind es zum Beispiel bis zu 324 Sitze, bei Qatar Airways bis zu 339 und bei Iberia bis zu 348.

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