Maschine von Kingfisher in Delhi: Fluglinie ohne Zukunft.

Kampf um Kingfishers Erbe

Die indische Fluggesellschaft verlor alle ihre Flugrechte. Die Konkurrenten Indigo und Spicejet stehen schon bereit und wollen Kingfisher beerben.

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An einen Neustart glaubt inzwischen kaum einer mehr. «Kingfisher RIP» titelten die indischen Medien bereits, oder zu deutsch: Kingfisher, ruhe in Frieden. Denn die Gläubiger der Fluggesellschaft forderten bereits vor einiger Zeit die Rückzahlungen von 70 Milliarden Rupien (rund eine Milliarde Euro), welche das Unternehmen ihnen schuldet. Und die Leasingfirmen holten sich ihre Flugzeuge zurück. Und am Dienstag (26. Februar) entzog das Luftfahrtministerium der Airline nun auch noch alle internationalen Flugrechte und alle Landerechte an den staatlichen Flughäfen des Landes. Kingfisher steht damit nun faktisch ohne die zentralen Elemente da, die es für einen Betrieb braucht.

Kingfisher flog neben den nationalen Routen früher in acht Länder. Die Flugzeuge mit dem Logo des Eisvogels steuerten Bangladesch, Großbritannien, Hong Kong, Nepal, Singapore, Sri Lanka, Thailand und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Insgesamt bot die Airline auf diesen Flügen wöchentlich rund 25'000 Plätze an. Um die per 1. April frei werdenden Rechte buhlen nun die ehemaligen Konkurrenten - allen voran Indigo und Spicejet. Sie drängten die Regierung auch regelrecht, diesen Schritt zu machen. Denn vor allem die Strecken nach Dubai und Bangkok gelten als sehr interessant.

16 neue Flugzeuge

Bei diesem Poker hat gemäß der Zeitung Firstpost die Billigairline Indigo besonders gute Karten. Sie will dieses Jahr 16 neue Airbus A320 in ihre Flotte integrieren. Quellen erklärten dem Blatt, Indigo sei daher am besten geeignet, die internationalen Flüge zu übernehmen.

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