Flugzeug von Volotea: Gerade nicht beliebt bei Italiens Luftfahrtbehörde.

Verspätungen und StreichungenItalien warnt vier Fluggesellschaften

Die italienische Luftfahrtbehörde hat einen Untersuchung gegen vier Airlines eingeleitet. Einer droht sie aufgrund von Verspätungen und Streichungen mit einem Betriebsstopp.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Jetzt reichts! So oder ähnlich müssen die Verantwortlichen bei der italienischen Luftfahrtbehörde Enac in den vergangenen beiden Wochen gleich zwei Mal gedacht haben. Am 2. August kündigte die Behörde an, nach Störungen an einigen italienischen Flughäfen in der ersten Hälfte des Sommers eine Untersuchung gegen vier Fluglinien einzuleiten: Blue Panorama, Ryanair, Volotea und Vueling.

Man werde sich ansehen, wie viele Flieger und Crews die Fluggesellschaften zur Verfügung haben, und prüfen, ob es nötig sei, die Angebote der Airlines zu reduzieren. Bei Volotea und Vueling werde man dabei mit der spanischen Luftfahrtbehörde zusammenarbeiten, bei Ryanair mit der irischen, so die Ente Nazionale per l'Aviazione Civile.

Etliche Beschwerden

Am 8. August legten die Italiener dann bei einer Airline nach. Man habe Volotea und die spanische Behörde informiert, dass man nach wiederholten Flugstreichungen, langen Verspätungen und Überbuchungen umgehend Korrekturen von der Fluglinie erwarte, teilte die Enac mit. Geschehe dies nicht, werde Volotea ab dem 15. September der Flugbetrieb und der Ticketverkauf in Italien untersagt.

Besonders fordert die Behörde von der spanischen Fluglinie, jede mögliche Maßnahme zu ergreifen, um den Ticketverkauf auf Kurs zu bringen und so das Problem der Überbuchungen in den Griff zu bekommen. Die Enac hat laut dem Schreiben auch etliche Beschwerden erhalten, dass Volotea sich nicht an die EU-Verordnung zu Fluggastrechten halte, die Entschädigungen bei langen Verspätungen und Annullierungen regelt.

Fluglinie verteidigt sich

Sollte sich dies als wahr herausstellen, werde man strengst mögliche Sanktionen ergreifen. Denn auch in der Vergangenheit habe sich die Fluggesellschaft schon nicht an die Regeln gehalten, so die Enac. Volotea bestätigte zwei Tage später, das Schreiben erhalten zu haben, erklärte aber, auch andere Fluglinien hätten in dieser und der vergangenen Sommersaison schon solche Briefe erhalten.

Man habe 16 Flugzeuge in Italien stationiert und setze zudem drei Flieger als Verstärkung ein, um den Flugbetrieb in Europa zu absichern. Weiterhin habe man täglich an jeder italienischen Basis zwischen einer und drei Crews auf Abruf verfügbar. Trotz externen Faktoren wie Fluglotsenstreiks in Europa in diesem Jahr seien mehr als 71 Prozent der eigenen Flüge nicht verspätet, so Volotea.

Volotea will sogar ausbauen

Außerdem habe man eine der niedrigsten Annullierunsgraten im europäischen Low-Cost-Sektor. Die Fluglinie betreibt nach eigenen Angaben in Italien 155 Routen, davon 52 im Inland. Sie betont, sie fliege viele kleine Städte an, die zuvor keine Anbindung gehabt hätten. 2018 wolle man 3,5 Millionen Sitze in und aus Italien anbieten und sein Angebot im kommenden Jahr ausbauen.

Mehr zum Thema

ticker-wizzair-1

Wizz Air und Ryanair nehmen Flüge nach Jordanien wieder auf

Boeing 737 von Ryanair: Bald mehr in Riga unterwegs.

Ryanair verspottet Air Baltic als «Zombie» - und greift die kriseldne Airline frontal an

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair kommt bei Landung mit Winglet der Piste gefährlich nahe

ticker-ryanair

39 Prozent der Ryanair-Aktionärinnen und -Aktionäre stimmen gegen Michael O’Learys Vergütung

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg