Arbeitsplatz von Fluglotsen: in vielen Ländern sind Streiks kein Problem.

Hohe KostenEuropäische Airlines wollen Lotsenstreiks abstellen

Die regelmäßigen Streiks der Fluglotsen hätten seit 2010 schon 12 Milliarden gekostet, sagt der Branchenverband Airlines for Europe A4E. Er hofft, dass Brüssel nun handelt und das Problem anpackt.

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Eigentlich kann Willie Walsh Gewerkschaften durchaus etwas abgewinnen. «Sie können helfen, ein besseres Klima zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu schaffen und so für mehr Stabilität sorgen», sagte der Chef der Airline-Gruppe IAG am Mittwoch (8. Februar) bei einer Konferenz in Brüssel. Schwierig werde es aber, wenn Partikulärinteressen einiger Weniger Macht über die Mehrheit ausübe. Und das genau sei bei den Fluglosten der Fall.

Vergangenes Jahr haben Fluglotsen in Europa 16 Tage gestreikt. Seit 2010 summieren sich die Streiktage auf 217, was insgesamt sieben Millionen Minuten Verspätung entspricht. In dieser Phase waren 15 Länder von den Kampfmaßnahmen der Gewerkschaften betroffen. Aber nur in zwei Staaten kam es wiederholt zu Streiks - allen voran in Frankreich. «Es ist schon jetzt klar, dass wir ab kommendem Mai wieder Streiks erleben», so Walsh.

Kosten von 12 Milliarden Euro

Das geht ins Geld, beklagt sich der neue Branchenverband Airlines for Europe A4E, der die 14 wichtigsten Airline-Gruppen des Kontinents unter seinem Dach vereinigt, darunter Lufthansa, Ryanair, Easyjet und IAG. In den vergangenen sechs Jahren hätten die Arbeitsniederlegungen zu Kosten von 12 Milliarden Euro geführt und 140'000 Arbeitsplätze vernichtet, weil Reisende nicht reisen konnten und so am Zielort kein Geld ausgaben, argumentiert A4E.

Der Verband ruft deshalb die Europäische Komission auf, etwas gegen die Fluglostenstreiks zu unternehmen. «Wir haben bisher viel Rhetorik gehört, aber wenig Taten gesehen», so Walsh. Jetzt sei Zeit, wirklich zu handeln. In Brüssel hat man für das Anliegen denn auch ein offenes Gehör. «Wir sind uns der Problematik bewusst», so Henrik Hololei an der Jahrestagung von A4E. Der Este ist Generaldirektor für Mobilität und Verkehr in der Europäischen Kommission. Besonders heikel sei, dass die Streiks immer unangekündigt aufträten. Das mache sie so teuer und schädlich.

Staaten müssen handeln

Am Ende sind aber auch der EU die Hände gebunden. «Die Länder sind hier souverän», so Hololei. Aber die EU-Kommission werde zumindest versuchen, die Mitgliedsstaaten zu Änderungen zu animieren.

Die Fluggesellschaften wünschen sich im Minimum, dass künftig Überflüge über ein bestreiktes Land von Fluglotsen eines anderen Landes übernommen werden können. So könnten viele Nachteile korrigiert werden.

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