Radaraufzeichnung, Segelflugzeug (Archivbild): Wer ist schuld?

Ermittlungen gegen Ryanair

Ein Flieger der Airline kollidierte fast mit einem Segelflugzeug. Die Piloten sahen die Schuld beim kleinen Flieger. Doch nun wurde gegen sie Anzeige erstattet.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

«Die fehlende Sicherheit, die Ryanair im Luftraum bemängelt, geht von der Fluglinie selbst aus», beschwert sich ein Segelflug-Pilot gegenüber aeroTELEGRAPH. Die Billigairline hatte kürzlich die Situation im Luftraum um den Flughafen Frankfurt Hahn bemängelt, nachdem es beim Landeanflug eines Jets beinahe zu einem Zusammenstoß mit einem Segelflieger gekommen war. Dieser war weder auf dem Radar des Passagierflugzeugs noch auf dem der Lotsen zu erkennen gewesen.

Laut der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU gab die Besatzung an, dass der Segelflieger rund 30 Meter unter ihrem Flugzeug flog. Der geringste seitliche Abstand betrug laut Aufzeichnungen des militärischen Radars der Bundeswehr rund 185 Meter. Der Kopilot hatte das Segelflugzeug entdeckt. Die Identität des Piloten ist nicht bekannt. Aber bei Ryanair ist man überzeugt, dass die Schuld an der Beinahekollision klar ihn treffe.

«Wir haben so etwas ja auch nicht alle Tage»

Das sehen offenbar nicht alle so. Wie die Zeitung Der Trierische Volksfreund berichtet, nahm die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach Ermittlungen auf, nachdem zwei Strafanzeigen wegen Gefährdung des Luftraumes bei ihr eingegangen waren. Wie lange die Ermittlungen dauern, kann Staatsanwalt Michael Brandt noch nicht sagen. «Wir haben so etwas ja auch nicht alle Tage», sagte er gegenüber der Zeitung.

Für den aeroTELEGRAPH-Informanten ist klar, weshalb ermittelt wird. «Die Ryanair-Piloten hatten den Segler entdeckt und sind dennoch so nah vorbeigeflogen. Damit setzten sie das Leben des Segelflugzeug-Piloten aufs Spiel und auch das ihrer Passagiere». Bei Ryanair bleibt man dabei: «Die unkontrollierte Aktivität des Segelfliegers bedeutet ein Sicherheitsproblem», so Marketing-Managerin Henrike Schmidt gegenüber aeroTELEGRAPH. Mehr werde man nicht kommentieren. Die Ermittlungen überlasse man den deutschen und europäischen Behörden.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair erstmals seit Börsengang im Jahr 1997 schuldenfrei

ticker-ryanair

Viertes Flugzeug: Ryanair baut Präsenz in Bratislava aus

Airbus A321 Neo von Eurowings: Im Winter hat die Fluglinie elf Jets am BER.

Eurowings will Lücken schließen, die Ryanair in Berlin hinterlässt

ticker-ryanair

Ryanair steigert Jahresgewinn um 40 Prozent und will in Albanien, Italien, Marokko, der Slowakei und Schweden wachsen

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies