Es passiert in der Nacht, wenn es dunkel an Bord ist und die meisten Passagiere schlafen. Auf Flügen zwischen Zürich und Hongkong reisten in den vergangenen Monaten wiederholt Diebe mit, die es auf das Gepäck von Mitreisenden abgesehen hatten. Entsprechend haben Fluggäste auch vereinzelt Diebstähle gemeldet.
Die Fälle seien gemessen am gesamten Flugaufkommen jedoch «sehr selten», erklärt ein Sprecher von Swiss. Genaue Zahlen will die Schweizer Lufthansa-Group-Tochter nicht nennen. Dennoch sind es genug Fälle, dass die Airline wachsam geworden ist.
Crews werden von Swiss zusätzlich sensibilisiert
In einer internen Mitteilung an das Kabinenpersonal ist von zuletzt vermehrt gemeldeten Diebstählen von Passagiergepäck auf Hongkong-Flügen die Rede. Die Besatzungsmitglieder werden aufgefordert, ihr persönliches Gepäck und Wertgegenstände möglichst in abschließbaren Stauräumen aufzubewahren.
Das Kabinenpersonal werde bereits in der Ausbildung auf solche Situationen vorbereitet und auf der Hongkong-Strecke zusätzlich sensibilisiert, verdächtige Beobachtungen zu melden. «Bei gemeldeten Fällen informieren wir die Behörden am Zielort, damit dies bei der Ankunft geprüft und gegebenenfalls Verdächtige festgehalten werden können», sagt der Swiss-Sprecher.
Passagiere werden durch Ansagen gewarnt
Als Reaktion führt Swiss zudem auf den Flügen zwischen Hongkong und Zürich inzwischen standardmäßig Kabinenansagen durch. Darin werden Passagiere gebeten, Wertgegenstände bei sich zu tragen und nicht im Gepäckfach zu lassen.
Bei Lufthansa Group insgesamt scheint das Problem nicht virulent zu sein. Ein Sprecher erklärt, man beobachte keine Zunahme der Fälle.
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