Air-Uniqon-Chef Fabian Rosenberg (links) im Gespräch mit Christopher Scheffelmeier: «Hatten  gerade einmal vier Wochen.»

Podcast Luftraum«Die anderen streichen, wir verbinden» - Air Uniqon wagt Neustart im innerdeutschen Luftverkehr

Air Uniqon hat mit Hilfe von Avanti Air drei deutsche Inlandsstrecken von und nach Friedrichshafen aufgenommen. Für unsere neue Podcast-Folge waren wir dabei beim ersten Flug der De Havilland Canada Dash 8-400 nach Berlin und bei der ersten Landung in Hamburg.

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Der innerdeutsche Flugverkehr bleibt deutlich unter Vor-Pandemie-Niveau: Im aktuellen Winterflugplan werden nur noch rund 47 Prozent der Kapazität von 2019 erreicht. Besonders Regionalflughäfen sind betroffen – auch Friedrichshafen. Genau dort setzt nun die virtuelle Air Uniqon an und verbindet den Bodensee wieder mit Berlin, Düsseldorf und Hamburg.

«Die anderen streichen, wir verbinden», sagt Air-Uniqon-Geschäftsführer Fabian Rosenberg. Während etablierte Airlines innerdeutsche Strecken aus Kostengründen aufgeben, setzt sein Unternehmen auf Turboprops vom Typ De Havilland Canada Dash 8-400, betrieben von der deutschen Avanti Air. Der Start erfolgte unter hohem Zeitdruck. «Wir hatten ab November gerade einmal vier Wochen», erzählt Rosenberg. Ticketing, Zahlungsabwicklung sowie die Abstimmung mit Flughäfen und Partnern mussten parallel aufgebaut werden.

Bundestagsabgeordneter lobt Start von Air Uniqon

Beim Erstflug nach Berlin war auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Volker Mayer-Lay an Bord von Air Uniqon. Die neue Verbindung sei «ein starkes Signal für die Wirtschafts- und Tourismusregion Bodensee», sagt der Politiker. Gerade für Politik, Industrie und Mittelstand sei die direkte Anbindung der Bodensee-Region an die Hauptstadt wichtig.

Air Uniqon richtet sich nicht nur an Geschäftsreisende. Auch private und touristische Verkehre sollen eine Rolle spielen. Die Flugzeit von rund 70 Minuten ist dabei ein starkes Argument. Laut Rosenberg hält sich der Verkehr erstaunlich gut die Waage: Passagierinnen und Passagiere buchen nicht nur hinaus aus Friedrichshafen, sondern ebenso hinein.

Air-Uniqon-Chef: «Manchmal braucht es keine großen Jets»

Ziel des Unternehme ist eine Auslastung von rund 70 Prozent. Perspektivisch plant Air Uniqon auch Interlining mit einer größeren Airline. Und sollten zusätzliche Kapazitäten verfügbar werden, stehen eher höhere Frequenzen als neue Ziele im Fokus.

Für Friedrichshafen ist das Projekt ein wichtiges Signal. Oder, wie Rosenberg es formuliert: «Manchmal braucht es keine großen Jets, sondern den Mut, Lücken wieder zu schließen.»

In der neuen Folge unseres Podcasts Luftraum hören Sie hören Sie auch den Kapitän des ersten Air-Uniqon-Fluges von Friedrichshafen nach Hamburg, der über die Dash 8 spricht:

Abonnieren Sie den Podcast Luftraum von aeroTELEGRAPH mit Christopher Scheffelmeier auch gleich, damit sie keine Folge mehr verpassen:

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