Eine erste Verwandlung hat Air Anka bereits hinter sich. Gegründet vor fünf Jahren, wollte sie sich zuerst ganz auf den Frachttransport spezialisieren. Doch mit dem Ende der Pandemie war dieses Geschäft plötzlich nicht mehr ganz so interessant.
Die türkische Fluggesellschaft schwenkte um und begann sich im Passagiermarkt zu positionieren. Im Januar 2023 flog sie Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reality-TV-Sendung Survivor Türkiye in die Dominikanische Republik. Heute ist Air Anka als Charter- und Wet-Lease-Fluggesellschaft aktiv. Ihre zwei Airbus A330-200 und ein A330-300 sind im Sommer auch immer wieder in Deutschland, der Schweiz und in Österreich zu sehen.
Air Anka hat erste Erfahrungen mit kleineren Jets gemacht
Nun macht Air Anka die nächste Wende. Sie hat beschlossen, ins Liniengeschäft einzusteigen. Dazu legt sie sich zur Sommersaison 2026 schrittweise fünf Boeing 737-800 zu, wie das Portal Hava Haber berichtet. Die Jets werden geleast. «Dieser Schritt steht für unsere kontrollierte Wachstumsstrategie, die sicherstellt, dass die Kapazitätserweiterung vollständig auf unsere betrieblichen und organisatorischen Fähigkeiten abgestimmt bleibt», schreibt die türkische Fluggesellschaft selbst.
Im vergangenen Sommer hat Air Anka bereits erste Erfahrungen mit kleineren Flugzeugen gesammelt. Die saudische Billigairline Flyadeal flog mit zwei Airbus A320 für sie. Offenbar brachte dies den gewünschten Erfolg. Mit den Boeing 737 wolle man «das Streckennetz erweitern, die operative Flexibilität erhöhen und gleichzeitig das Wachstum des Tourismus in der Türkei unterstützen», erklärt das Management.
Neben Boeing 737 auch mehr Airbus A330?
Das Wet-Lease-Geschäft wird Air Anka weiterführen. Zwei A330 bleiben bei Flyadeal im Einsatz. Der dritte fliegt ab kommenden Juli für United Nigeria Airlines Langstrecken. Man prüfe hier sogar eine Flottenerweiterung, so das Management.
Welche Linienstrecken Air Anka mit den Boeing 737-800 aufzunehmen gedenkt, ist bisher nicht bekannt.
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