Logo von Iran Air auf einem Airbus: Bald soll das alltäglich sein.

Exportgenehmigung der USAAirbus und Boeing dürfen Jets an Iran Air liefern

Die erste Hürde im Deal mit Iran Air ist genommen. Airbus und Boeing können nach der Zustimmung der US-Behörden erste Flugzeuge in den Iran exportieren.

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Eigentlich plante Airbus, schon im Juli erste Flugzeuge in Richtung Osten zu schicken. Doch die USA verzögerten die im Januar vereinbarte Lieferung von 118 Flugzeugen an Iran Air. Die Exportkontrollbehörde Office of Foreign Assets Control in Washington prüfte den Antrag von Airbus für die Lieferung länger als geplant - auch weil es in den USA Opposition gegen den Deal gab.

Die USA dürfen die Verkäufe von Airbus überwachen, weil in den Flugzeugen mehr als 10 Prozent US-Komponenten stecken. Nun aber sind die ersten Hindernisse aus dem Weg geräumt, wie Airbus meldet. Man habe eine erste Exportlizenz erhalten, so der Flugzeugbauer. Sie erlaubt die Lieferung von vorerst 17 Jets an Iran Air. Die zweite Lizenz für die restlichen Jets erwartet Airbus «in den kommenden Wochen».

Zuerst 5 Airbus A320 und A330?

Airbus glaubt, dass die ersten Flugzeuge noch im laufenden Jahr in Teheran eintreffen werden. Welche Modelle er zuerst an Iran Air liefern wird, sagte der Flugzeugbauer nicht. Iran-Air-Chef Farhad Parvaresh hatte im Mai aber erklärt, dass man zuerst 5 Airbus A320 und A330 erwarte. 2017 bekomme Iran Air dann 14 weitere Jets.

Der ursprüngliche Vertrag mit Airbus hatte auf 45 A320, 45 A330, 16 A350 und 12 A380 gelautet. Inzwischen wurde er jedoch um 6 auf 112 Flieger reduziert. Unklar ist auch, ob Iran Air die Superjumbos wirklich übernimmt, obwohl die Fluglinie betont hat, die Entscheidung für den A380 sei gründlich vorbereitet worden. Stattdessen könnte die staatliche Fluglinie mehr A350 und A330 kaufen. Dies lässt die Abmachung zu.

Auch Okay für Boeing

Auch Boeing hat das Okay vom Office of Foreign Assets Control. Bei den Amerikanern wollen die Iraner rund 109 Flieger bestellen. Laut Iran Air sollen Boeing 737 und 777 zur Flotte stoßen. Auch die neue Boeing 777-9 aus der 777-X-Serie soll Teil der Bestellung sein.

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