Airbus A330 von Singapore Airlines: Musste ohne Treibwerke auskommen.

Singapore AirlinesA330 musste ohne Triebwerke segeln

Auf einem Flug nach Schanghai fielen beide Triebwerke eines Airbus A330 von Singapore Airlines aus. Die Piloten bekamen das Problem souverän wieder in Griff.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Flug SQ836 startete am Samstag (23. Mai) am Flughafen Singapur Changi. Alles schien in Ordnung zu sein und die Piloten stellten sich auf einen ganz normalen Flug ein. Nur das Wetter auf dem Weg nach Schanghai war nicht ideal. Dreieinhalb Stunden nach dem Start durchflog der Airbus A330-300 auf 39.000 Fuss oder rund 11.900 Metern denn auch eine Schlechtwetterzone. Und da passierte es: Beide Triebwerke fielen aus.

Es ist eine Situation, auf die Piloten in ihren Trainings intensiv vorbereitet werden. Die Cockpitcrew arbeitete denn auch wie vorgesehen die Checklisten durch, wie das Fachportal Aviation Herald schreibt. In dieser Zeit segelte der A330 mit 182 Passagieren an Bord ohne Motorenkraft. Er sank um rund 4000 Meter auf 26.000 Fuß oder 7900 Meter. Den Piloten gelang es, die beiden Triebwerke wieder in Gang zu bringen.

Flugzeuge und Airlines darauf vorbereitet

Das Flugzeug setzte seine Reise fort und landete ohne Probleme in Schanghai. Das zeigt: Auch solche Fälle lassen sich handhaben. Moderne Jets können problemlos rund 185 Kilometer weit gleiten. Dank tieferer Geschwindigkeit haben die Piloten in dieser Phase Zeit, die Motoren wieder zu starten versuchen.

Ein Ausfall nur eines Triebwerks ist für einen modernen Jet noch ein kleineres Problem. Flugzeuge mit zwei Triebwerken sind von den Behörden in verschiedene Klassen eingeteilt. Die so genannte Etops-Zertifizierung (Etops steht für Extended range Twin Operations) besagt, wie schnell ein Flieger mit nur noch einem Triebwerk einen Ausweichflughafen erreichen muss.

Airbus A350 bekam Etops 370

So besitzt die Boeing 777-200 ER etwa die Zulassung Etops 330, der Airbus A350 bekam Etops 370. Das heißt sie müssen in 330 beziehungsweise 370 Minuten einen Airport erreichen können, wenn ein Motor ausfällt. Auch Fluggesellschaften müssen indes zuerst eine Etops-Zulassung erhalten.

Mehr zum Thema

ticker-singapore-airlines

Singapore Airlines fordert offenbar mehr Einfluss bei Air India

ticker-singapore-airlines

Passagiere verklagen Singapore Airlines wegen Turbulenzen-Flug

ticker-singapore-airlines

Singapore Airlines erweitert Codeshare mit Lufthansa nach Kuala Lumpur

ticker-singapore-airlines

Australien genehmigt vorläufig engere Zusammenarbeit von Singapore Airlines und All Nippon Airway

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier