Airbus A330-300 mit der Registrierung D-AIKL (hier im Jahr 2009): Im Sondereinsatz.

Lufthansa-FliegerAirbus A330 bringt Helfer von Frankfurt nach Beirut

Ein Langstreckenjet von Lufthansa hat deutsche Rettungskräfte in den Libanon geflogen. Die Ausrüstung der Spezialisten ist für den Transport in Passagierfliegern vorbereitet.

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Lufthansas Flugzeug mit dem Kennzeichen D-AIKL war in den vergangenen sieben Tagen vor allem zwischen Frankfurt und Nordamerika unterwegs. Der Airbus A330-300 mit dem Taufnamen Ingolstadt flog nach Houston, New York und Vancouver, einmal ging es zudem nach Riad in Saudi-Arabien. Doch am Mittwoch (5. August) um kurz vor Mitternacht brach der Langstreckenflieger von Frankfurt zu einer besonders wichtigen Mission auf.

Der A330 brachte im Auftrag der deutschen Bundesregierung Rettungskräfte in die libanesische Hauptstadt Beirut. Im dortigen Hafen hatten verheerende Explosionen am Dienstag mehr als hundert Menschen das Leben gekostet und Tausende verletzt. Mehrere hundert Personen werden noch unter Trümmern vermutet.

Leichtmetallkisten für Passagierjets

Im Lufthansa-Flieger starteten Helfer verschiedener Rettungsorganisationen Richtung Beirut. So etwa ein Team von «At Fire Katastrophenschutz», ein Team zur Unterstützung der Deutschen Botschaft und ein Team der «Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland» Seeba des THW. Vor Ort sollen die Einsatzkräfte unter anderem Verschüttete lokalisieren und retten, Gebäudeschäden beurteilen und die Botschaft unterstützen.

Die Seeba-Kräfte sind Spezialisten für Rettung und Bergung in Katastrophengebieten. Sie waren etwa nach den schweren Erdbeben im Iran 2003, in Pakistan 2005 und in Japan 2011 im Einsatz. Ausgestattet sind sie mit moderner Technik und Suchhunden. Wenige Stunden nach Alarmierung sind sie abflugbereit. Ihre Ausrüstung ist in Leichtmetallkisten verpackt und kann so in herkömmlichen Verkehrsflugzeugen transportiert werden.

Russland schickt Ilyushin Il-76

D-AIKL hat normalerweise Platz für 255 Passagiere - 42 in der Business Class, 28 in der Premium Economy und 185 in der Economy. Am Donnerstagvormittag kehrte die Maschine nach Frankfurt zurück. Derweil sind auch Flugzeuge anderer Länder unterwegs nach Beirut. So flog beispielsweise eine Ilyushin Il-76 des russischen Katastrophenschutzministeriums am Donnerstag bereits zwei Mal von Moskau nach Beirut.

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