Airbus A320 am Airport Mitiga: Schwer getroffen.

PassagierfliegerAirbus A320 in Libyen zerschossen

Der Rumpf am Cockpit ist übersät von Einschusslöchern: Ein Airbus A320 ist auf einem libyschen Flughafen beschossen worden. Er sollte offenbar nach Spanien fliegen.

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Am Flughafen Mitiga der libyschen Hauptstadt Tripolis sind Passagierflieger unter Beschuss geraten. Wie die Zeitung Libya Observer berichtet, griffen Truppen von General Haftar den Airport und die Umgebung an. Demnach wurden zwei Airbus-Jets getroffen.

Bei einem der Flugzeuge soll es sich um einen Airbus A320 von Libyan Airlines handeln. Die Maschine sollte offenbar in Spanien gestrandete Libyer abholen, laut einem TV-Bericht aber auch Spanier, Deutsche und Niederländer nach Europa bringen.

Tote und Schäden

Bei Twitter veröffentliche Fotos zeigen einen auf Höhe des Cockpits zerschossenen Rumpf. Auch in die Passagierkabine scheinen Kugeln eingedrungen zu sein. Laut einer Quelle, die der Regierung von Ministerpräsident Fayez Sarraj nahesteht, sollen sich zum Zeitpunkt des Angriffs Passagiere an Bord befunden und das Flugzeug panisch verlassen haben.

Der Angriff auf den Flughafen Mitiga und die Umgebung soll zwei Menschenleben gekostet haben. Am Airport wurden gemäß den Berichten auch Treibstofftanks, Feuerwehrfahrzeuge, die Piste und das Terminal beschädigt.

Ein Land im Chaos

In Libyen herrscht seit Jahren Chaos. Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi ringen zwei Gruppen im die Macht: die Einheitsregierung von Ministerpräsident Sarraj und deren Gegenspieler General Haftar. Dessen Truppen kontrollieren große Teile des Ostens und Südens des Landes.

Der Milizenführer versucht schon seit rund einem Jahr, auch die Hauptstadt Tripolis einzunehmen. Dabei wurden auch schon wiederholt zivile Flugzeuge getroffen.

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