Der beschädigte Flügel: Arg in Mitleidenschaft gezogen.

Alptraum für Air-India-Passagiere

Ein Jet der indischen Nationalairline musste trotz miserabler Sicht landen – der Treibstoff war knapp geworden. Es kam fast zur Katastrophe.

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Am Anfang lief auf dieser Flugreise alles nach Plan. Flug AI890 sollte letzten Sonntag (5. Januar) die 173 Passagiere von der nordostindischen Stadt Guwahati nach Delhi bringen. Fast pünktlich hob der Airbus A320 dann auch ab. Doch am Ziel begannen die Probleme. In der indischen Hauptstadt herrschte dicker Nebel. Die Maschine von Air India kreiste deshalb zuerst noch etwas über Delhi. Dann teilte der Pilot den 173 Passagieren mit, man müsse nach Allahabad oder Jaipur ausweichen.

Der A320 von Air India flog schließlich das näher gelegene Jaipur an. Doch auch da waren die Sichtverhältnisse inzwischen schlecht. Der Treibstoff war zugleich knapp geworden, weil die Maschine bereits fünf Stunden in der Luft war. Die Piloten mussten sie deshalb zwingend auf den Boden bringen. «Und da wurde aus Pech ein Alptraum», erzählte ein Leser dem Nachrichtenportal India Today.

«Jeden Moment in seine Einzelteile zerbrechen»

Die Crew bekam die Bewilligung zur Landung auf Piste 27 in Jaipur. Sie setzte die Maschine dann aber sehr hart auf. Dabei platzen gleich mehrere Reifen. «Die Geschwindigkeit schien unkontrolliert hoch und das Flugzeug schwankte und heftig hin und her. Wir wurden überhaupt nicht langsamer. Ich hatte das Gefühl, das Flugzeug könnte jeden Moment in seine Einzelteile zerbrechen», so der Passagier.

Damit nicht genug. Wegen der schlechten Sicht hatten die Piloten auch die Mittellinie verpasst. Der A320 kam von der Piste ab und stürzte fast in einen Graben. Bei der Kurskorrektur kollidierte die Maschine mit einem unidentifizierten Objekt. Die meisten Beobachter gehen davon aus, es sei eine Baumgruppe gewesen, die neben der Piste steht. Dadurch wurde die linke Tragfläche massiv beschädigt. Am Ende schaffte es der Pilot - der zu jenem Zeitpunkt zwölf Stunden im Dienst war – den Jet zum Stillstand zu bringen.

Airbus muss abgeschrieben werden

Der A320 ist gemäss indischen Medienberichten stark beschädigt. Sowohl die Schäden am Fahrwerk als die an der Tragfläche seien massiv. «Das Flugzeug muss abgeschrieben werden», erklärte ein Vertreter der Aufsichtsbehörde Directorate General of Civil Aviation zur Zeitung Mumbai Mirror.

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