Die Flugzeuge von Air Armenia bleiben vorerst bis zum 20. Dezember am Boden.

GeldproblemeAir Armenia stellt Betrieb ein

Air Armenia kündigte an, neue Nationalairline zu werden. Nun musste sie den Betrieb aus Kostengründen einstellen, zumindest vorläufig.

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Nach der Pleite von Air Armavia, im April 2013, erhielt Air Armenia von der Luftfahrtbehörde die Lizenz zur Passagierbeförderung und machte sich zur nationalen Airline des kaukasischen Landes. Ein einfaches Unterfangen, ist Air Armenia doch die einzige Fluggesellschaft in Armenien. Der Jungfernflug fand im Oktober 2013 von Rostow nach Jerewan statt. Seither bedient die Airline Ziele in Russland und Europa.

Doch den hochgesteckten Zielen konnte Air Armenia nicht standhalten. Am 29.Oktober erklärte die Fluggesellschaft auf ihrer Website, dass der Betrieb bis mindestens am 20. Dezember 2014 eingestellt wird. Die Gründe dafür sieht die Airline bei falschen Informationen durch russische Medien, den Besitzern ihrer A320 und den verängstigten Fluggästen.

Ticketverkäufe brachen um 60 Prozent ein

Auf der Website von Air Armenia ist zu lesen, dass es ein hartes erstes Jahr als Armeniens offizielle Airline war. Die Fluggesellschaft führte hauptsächlich Flüge von und nach Russland durch. Als armenische Medien im Oktober berichteten, dass Air Armenia keine Berechtigung mehr für den russischen Luftraum habe, haben die Geldgeber und vor allem die Kunden verunsichert reagiert.

Im Statement heisst es: «Die Medienberichte waren rufschädigend. Viele Passagiere retournierten ihre bereits gekauften Tickets und weigerten sich, mit Air Armenia zu fliegen. Die Verkäufe brachen um 60 Prozent ein.» Anfang Oktober berichtete dann ein armenisches Newsportal erstmals über den möglichen Bankrott der Airline, was erneut zu Umsatzeinbrüchen bis zu 80 Prozent führte.

Betrieb mit einer Maschine

Als weiterer Grund wird angegeben, dass nach all den Umsatzverlusten auch noch die Besitzer der zwei geleasten A320 Flugzeuge ihre Maschinen warten wollten- in Holland. So sammelte die Führungsriege von Air Armenia ihre letzten Kräfte und hielt den Betrieb mit nur einem Flugzeug aufrecht.

Aber auch das nutzte nichts. Man braucht nun neue Geldgeber, damit die zwei Maschinen nach der Wartung zurück nach Armenien geholt werden können und man den Betrieb pünktlich zum Winterflugplan wieder aufnehmen könne. Zudem kündigt Air Armenia eine komplette finanzielle Restrukturierung an.

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