Airbus A330 von Aigle Azur: Nur die Flüge nach São Paulo bleiben im Angebot.

Seit Langem rote ZahlenAigle Azur sucht neuen Weg in die Zukunft

Die zweitgrößte französische Fluglinie ist angeschlagen. Darum sucht das Management von Aigle Azur Wege aus der Krise. Helfen soll dabei auch IAG.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Nach dem Medienbericht sah sich das Management von Aigle Azur zu einem Dementi veranlasst. Man besitze eine Liquidität von 25 Millionen Euro, ließ es vergangene Woche über eine Medienmitteilung ausrichten. Keine einzige Leasingfirma dränge darauf, ihre Flugzeuge zurückzubekommen. Die Zeitung Le Figaro hatte zuvor berichtet, Aigle Azur drohe wegen Geldmangels das Grounding.

Gut ist es trotzdem nicht um die zweitgrößte französische Fluggesellschaft bestellt. Aigle Azur gibt selbst zu, dass diverse Faktoren belastend wirken - vom Anstieg des Ölpreises im vergangenen Sommer, über Flugscham bis zur Überkapazität im vergangenen Winter.

Keine Hilfe von HNA

Zudem habe sich das Langstreckengeschäft nicht so entwickelt wie erwartet. «Unvorhersehbare Entwicklungen in der Unterstützung durch die Aktionäre» hätten die Strategie untergraben, so die Fluggesellschaft. 2018 hatte Aigle Azur mit zwei Airbus A330 der ehemaligen Air Berlin Flüge nach Peking und São Paulo aufgenommen. Die Idee dahinter: die Abhängigkeit vom Geschäft mit Flügen in die Maghreb-Staaten zu verringern.

Die Strecken wurden so gewählt, weil die Fluggesellschaft seit 2012 zu 48 Prozent der chinesischen HNA Group gehört und seit 2017 Azul-Gründer David Neelemann mit 32 Prozent beteiligt ist. Doch die Chinesen stecken in finanziellen Schwierigkeiten und können sich nicht mehr um die Entwicklung ihrer Investments kümmern. Die Strecke Paris - Peking wurde denn dieses Frühjahr auch wieder eingestellt.

Verkauf von Slots in Orly

Wie die Zeitung Libération schreibt, hat Aigle Azur in den vergangenen sechs Jahren stets rote Zahlen geschrieben, kumuliert beträgt der Verlust rund 50 Millionen Euro. Jetzt arbeite das Unternehmen «an verschiedenen Projekten, um seine Nachhaltigkeit mittel- und langfristig zu sichern», heißt es vom Management. Konkret wird es in Bezug auf die geplanten Maßnahmen nicht.

Wie französische Medien berichten, will es aber offenbar das Geschäft mit Flügen zwischen Frankreich und Portugal an die IAG-Tochter Vueling verkaufen. Die spanische Billigairline ist vor allem an den Slots (Zeitfenster für Starts und Landungen) am Flughafen Paris-Orly interessiert. Als Verkaufspreis wird ein Betrag von rund 20 Millionen Euro genannt.

Sicher ins kommende Frühjahr

Das Geld soll Aigle Azur helfen, es über den kommenden Winter zu schaffen. Auch die Verlegung einiger Flüge von Paris-Orly nach Paris-Charles de Gaulle sei geplant, heißt es. Bestätigt ist freilich noch nichts.

Mehr zum Thema

Veranstaltung von Aigle Azur: Die Fluglinie hat einen gewichtigen neuen Aktionär.

David Neeleman steigt bei Aigle Azur ein

Flugzeug von Aigle Azur: Die Flotte soll wachsen.

Aigle Azur baut mit A330 von Air Berlin aus

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin