Ein Airbus A330-300 von Aeroflot: Solche ein Jet wird nun in Teheran gewartet.

Airbus A330 zu Mahan AirAeroflot schickt erstes Flugzeug zur Wartung in den Iran

Westliche Sanktionen machen die Flugzeugwartung für russische Airlines zum Problem. Aeroflot lässt nun einen ersten Airbus A330 von Mahan Air in Teheran warten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Flug ging am 5. April von Moskau aus nach Südosten, über das Kaspische Meer und Aserbaidschan nach Teheran im Iran. Aeroflots Airbus A330-300 mit dem Kennzeichen RA-73700 brauchte dreieinhalb Stunden für die Strecke. Es war weder Linien- noch Charterflug.

Wie die russische Wirtschaftszeitung RBC berichtet, ist die RA-73700 das erste Aeroflot-Flugzeug, das im Iran gewartet wird. Den Auftrag hat demnach Mahan Air erhalten. Gewartet werden soll vor allem das Fahrwerk des Airbus-Flugzeuges.

Weitere Aufträge möglich

Eigentlich sollte sich das Wartungsunternehmen Haeco in Hongkong um die A330 von Aeroflot kümmern. Doch durch die westlichen Sanktionen als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde daraus nichts. Nun besteht laut RBC die Möglichkeit, dass die Airline weitere A330 von Mahan Air warten lässt - falls sie zufrieden ist mit den Arbeiten am ersten Jet. Die Entscheidung soll nach dessen Rückkehr nach Moskau fallen.

Ein Aeroflot-Sprecher sagte, Mahan Air verfüge über die materielle Basis und große Erfahrung für Wartungsarbeiten auf hohem Niveau. Tatsächlich hat sich der Iran, jahrelang selber von Sanktion betroffen, Reparatur- und Wartungskompetenz aufgebaut. Immer wieder gibt es auch Spekulationen über die mögliche Eigenproduktion von Ersatzteilen.

Geringes Risiko in Teheran

Wie erfolgreich all das aber wirklich ist, bleibt schwer zu beurteilen. Ende 2021 beklagte der iranische Airline-Verband, dass rund die Hälfte der Passagierflieger im Land nicht betriebsbereit sei, da es an Ersatzteilen fehle, besonders bei den Triebwerken.

In jedem Fall ist in Teheran die Gefahr für russische Airlines gering, dass geleaste und umregistrierte Flugzeuge festgesetzt werden. Die nun in Teheran angekommene RA-73700 wurde einst an BOC Aviation geliefert und an Aeroflot vermietet. Das Flottenportal Planespotters führt als aktuellsten Leasinggeber Goshawk Aviation aus Dublin auf. Vor der Registrierung in Russland trug er das Bermuda-Kennzeichen VQ-BNS.

Offenbar gingen auch CRJ 200 in den Iran

RBC zufolge soll der 11,5 Jahre alte Airbus A330-300 zwar der erste Aeroflot-Flieger in iranischer Wartung sein. Die russische Airline UVT Aero soll laut der Zeitung aber schon Bombardier CRJ 200 zur Wartung in den Iran geschickt haben. Rossiya Airlines hat angeblich bereits mindestens ein Triebwerk von Mahan Air warten lassen.

Mehr zum Thema

Jet von Aeroflot: Das Personal ist nicht glücklich.

Bekommt Russland Ersatzteile aus dem Iran?

Der Airbus A340 von Turkish Airlines mit dem Kennzeichen TC-JDN (Archivbild): Eine Hongkonger Firma kaufte den Jet 2019 mit drei anderen.

Vier Airbus A340 verschwinden auf mysteriöse Weise im Iran

Aeroflot bekommt Erlaubnis zur Herstellung von Flugzeugkomponenten

Aeroflot bekommt Erlaubnis zur Herstellung von Flugzeugkomponenten

Airbus A321 über den Pyramiden: In Ägypten soll in diesem Jahr eine neue Airline an den Start gehen.

Ägyptens größter Touristikkonzern plant eigene Fluggesellschaft - für Flüge nach Europa

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin