Notbremse bei Malev

Die Gläubiger dürfen nun aber kein Konkursverfahren gegen die marode Airline einleiten, die etwa 2600 Angestellte beschäftigt. Die Regierung sieht Malev als strategisch äußerst relevantes Unternehmen, das geschützt werden müsse, schreibt unter anderem das Budapest Business Journal. Die Fluglinie sei von nationalem ökonomischen Interesse. Die Flüge von Malev machen etwa 40 Prozent des Verkehrs am Budapester Flughafens aus.
Suche nach Investoren
Im Jahr 2010 schrieb die Airline 24,6 Milliarden Forint Verlust (etwa 83,5 Millionen Euro/100 Millionen Franken). Da Malev aufgrund finanzieller Probleme in nächster Zeit nicht in der Lage sein dürfte, es aus den Schulden zu schaffen, sah die Regierung nun keine andere Möglichkeit als den Schritt. Nun muss in einem transparenten Verfahren ein Plan erstellt werden, wie man die Airline retten will. Laut der Mitteilung der Fluglinie plant man, diesen bis Ende der Woche fertig zu stellen. Malev ist nun weiter auf der Suche nach einem Investor. Doch die gestaltet sich alles andere als einfach. So sprang die chinesische Hainan aus Gründen der Profitabilität im Dezember wieder ab. Schon mehrfach waren Privatisierungspläne zuvor gescheitert.


